150526FischhalleHarburg – 2012 hatte der Journalist und Liedermacher Werner Pfeifer die Idee die ehemalige Fischhalle am Kanalplatz im Binnenhafen zu sanieren und zu einem Kulturstandort

zu machen. Das damals in der Bezirksversammlung vorgestellte Konzept fand Zustimmung. Pfeifer sollte den Zuschlag bekommen.

Die Finanzbehörde als Eigentümer machte dem ein Strich durch die Rechnung. Die Fischauktionshalle ist jetzt gegen Höchstgebot ausgeschrieben. Bewerber können das rund 60 Seiten lange Exposé anfordern, in dem blumig der Standort beschrieben und Vorgaben gemacht werden. Unter anderem wird der zukünftige Betreiber voraussichtlich 2021 eine einjährige Betriebspause verkraften müssen, weil dann die Kaimauer saniert wird. Zudem muss die Halle erhalten, saniert und als Kulturstandort betrieben werden. Bis zum 15. Juli haben Bewerber die Möglichkeit ein Gebot abzugeben.

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Die Rückseite der Fischauktionshalle am Kanalplatz. Foto: zv

Das Ausschreibungsverfahren hat die Realisierung, so schätzen Insider, um gut eineinhalb Jahre verzögert. Für Pfeifer, der sich daran beteiligen will, hat die Ausschreibung zumindest einen Pluspunkt. Sie orientiert sich an seinem Konzept, dass er erarbeitet und eingereicht hatte. Bekommt er den Zuschlag, wird die Fischauktionshalle nicht nur eine Komplettsanierung mit Wärmedämmung und neuen Fenstern bekommen. Es wird auch stellenweise eine Ebene für Büros eingezogen oder ein kleiner Anbau für die Toiletten inklusive einem behinderten WC entstehen. Wenn es gut für Pfeifer läuft, kann man mit einer Eröffnung im Frühjahr 2016 rechnen. zv

Veröffentlicht 26. Mai 2015