150522KunstHarburg - Der Harburger Binnenhafen ist um eine Attraktion reicher: Nach vier Wochen Arbeit an der Außenfassade des Palmspeichers ist das riesige Fenster in die

Geschichte fertig: Am Freitag machte der Hamburger Künstler und Architekt Werner Krömeke den letzten Pinselstrich.

Bei Wind und Wetter stand Krömeke die letzten vier Wochen auf seinem wackeligen Ponton - der muss in den kommenden Tagen noch entfernt werden - am Westlichen Bahnhofskanal und arbeitete an dem acht Meter breiten und 18 Meter hohen Kunstwerk. "Das Wetter war wirklich nicht auf meiner Seite. Ständig war es windig und es regnete oft. Der Ponton schaukelte fast unaufhörlich", sagte Krömeke gegenüber harburg-aktuell. "Das machte die Arbeit nicht gerade leichter."

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Werner Krömeke ist stolz auf sein Wandbild. Foto: cb

Doch jetzt ist er überglücklich, dass sein Wandbild fertig ist. An der wasserseitigen Fassade des Palmspeichers werden historische Arbeitswelten sichtbar: Das Bild zeigt elf Hafenarbeiter, die im Jahr 1905 mit Palmkernen gefüllte Säcke in den Palmspeicher einlagern, damit sie später in der benachbarten Ölmühle verarbeitet werden. "Genau in dem Moment, als sie gerade Mittagspause machen, drückte der Fotograf damals auf den Auslöser", verrät Krömeke.

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Das Fenster in die Geschichte am Palmspeicher. Foto: cb

Wenn am Freitag, 19. Juni, um 17.30 Uhr im Rahmen des Hamburger Architektursommers im Channel 6, Schellerdamm 22 bis 24, eine Ausstellung zu diesem Thema eröffnet wird, soll auch das Wandbild offiziell vorgestellt werden. Und dafür hat sich Krömeke eine spannende Performance überlegt: Als Kapitän eines Schiffes, das damals als fliegender Händler im Hafen unterwegs war, wird er den Besuchern vom Wasser aus das Bild erklären und damit die Ausstellung eröffnen.  (cb)