ZweiLowen3Harburg - Wer kennt ihn nicht, den siegreichen Hermann, der auf seinem Sockel am Teutoburger Wald sein Schwert Richtung Himmel reckt und damit an den Sieg über die Römer vor 2000 Jahren erinnert, die damals ihre größte Niederlage hinnehmen mussten. Erbauer des berühmten und besonders großen Denkmals, das am 16. August 1875 in Anwesenheit des deutschen Kaisers Wilhelm I. eingeweiht wurde, ist der Bildhauer Ernst von Bandel. Er war ein Star seiner Zeit und hat auch in Harburg einige Werke hinterlassen. Zu Harburg hatte er familiäre Bindungen. Sein Schweigersohn stammte von hier. Er war damals Stadtbaumeister. So ist Harburg in den Genuss seiner Kunst gekommen. Am bekanntesten sind der Schillerkopf auf dem Sand und die Löwen (Foto) vor der ehemaligen Ratsapotheke am Schloßmühlendamm. Ein Relief am Gebäude der Harburger Anzeigen und Nachrichten von der ehemaligen „Gelben Schule“ am Rathausplatz und ein heute verschwundenes Grabmal auf dem Alten Friedhof sind zwei weitere Arbeiten des Künstlers.
Auf einem Rundgang mit  dem Helms-Museum werden die Harburger Arbeiten Ernst von Bandel vorgestellt, die Person des Künstlers und zeitgeschichtlichen Hintergründe erläutert.
Die Führung findet am Sonntag, den 13. Dezember statt und beginnt um 14.30 Uhr. Treffpunkt ist der Eingang zum Archäologischen Museum. zv