130814ExilWilhelmsburg – Die Lage um die Soulkitchenhalle spitzt sich zu. Die Sprinkenhof AG will nicht nur die Halle räumen, in der Fatih Akin seinen gleichnamigen Kultfilm gedreht

hatte, sie will auch das daneben liegende Gelände räumen lassen. Dort hatten sich die Betreiber der Kulturstätte breit gemacht, nachdem die Halle wegen Baufälligkeit gesperrt worden war. Das „Soulkitchen Exil“ ist seitdem eine angesagte Location für Parties und alles, was Spaß macht.

Und was soll aus dem Gelände samt Halle werden? Dabei kommt es wohl auf die Perspektive an. Von Daniel Stricker, Sprecher der Finanzbehörde ist zu hören: „Das Gelände soll für Gewerbe- und Industriebetriebe genutzt werden.“ Klar: Nebenan, auf der anderen Seite der Industriestraße (so heißt sie tatsächlich) firmiert die Hellmann-Spedition. Solche Betriebe brauchen Platz.

Das Soulkitchen-Kollektiv betrachtet das Ganze wohl eher von der anderen Seite, vom Veringkanal aus.  Auch im Bezirksamt ist man der Idee, rund um das Gewässer einen „Kulturkanal“ zu entwickeln, recht wohlgesonnen. Mathias Lintl, einer der Kanal-Vordenker, hat inzwischen eine Petition an die Bürgerschaft angekündigt. Sie soll für die Halle und das Exil nebenan Zeit gewinnen.

Erstmal jedenfalls wird weiterhin Party gemacht: Am Freitag spielt zum Beispiel die Band „20vor8“, am Sonnabend kreisen die Plattenteller mit Soul und Funk, am Sonntag ist „Schwärmertanz“. Hingehen! Tanzen! ag