130802PlakatWilhelmsburg –  Man kann sich für 21 Euro die Internationale Gartenschau ansehen, man kann sich aber auch für den halben Preis (oder noch weniger) am

„Unkraut!“ erfreuen. Gestern Abend  bei der Eröffnung des programmatischen Gegenentwurfs zur igs, dem Kunstcamp des 2013er Dockville-Festivals war der Eintritt sogar frei. 

Schon seit einer guten Woche tummeln sich auf dem Gelände Alte Schleuse 23 im Westen Wilhelmsburgs internationale Künstler, Handwerker, Helfer, Köche, Kuratoren und andere Kreative. Ab sofort sind sie nicht mehr allein, bei „Spaziergängen, Hintergrundgesprächen und weiteren Vermittlungsformaten“ soll es einen regen Austausch zwischen Kreativen und Besuchern geben. Das Kunstcamp versteht sich als ein „großer künstlerischer Kommunikationsprozess, bei dem Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen aufeinandertreffen, zusammenwachsen und sich weiterentwickeln“.

Und das alles zum großen Thema „Unkraut“ Die Kuratoren des Kunstcamps erklären das so: „Mit Unkraut ist unter anderem eine Arbeitsweise gemeint, die in ihrer Unbestimmtheit und Nicht-Verwendbarkeit einen Freiraum für die Entstehung und Erforschung neuer künstlerischer Praxen bietet.“ Das könne man verstehen, wie man will. Je nach Standpunkt auch negativ oder positiv. Das sei wie bei der Unterscheidung zwischen Unkraut und Nutzpflanzen. Dort seien die Grenzen auch fließend und änderten sich ständig.

Zu viel Theorie? Da hilft nur eins: hingehen! Das detaillierte Programm bis zum 11. August gibt es unter msdockville.de/kunst. ag