130525MusipreisHarburg – „An the winner are“: Heiko Langanke und die Harburger Kantorei. Damit gibt es in diesem Jahr gleich zwei Gewinner des Harburger Musikpreises.

Heiko Langanke bekam die Auszeichnung für sein Engagement im Zusammenhang mit dem Jazzclub im Stellwerk, den es nicht mehr gibt. Die Harburger Kantorei ausgezeichnet, weil sie ein herausragender Kirchenchor ist, der über lange Zeit sein Niveau halten kann. Damit hat der Musikpreis auch in diesem Jahr würdige Träger gefunden.

Bemerkenswert sind auch die Gewinner des Förderpreises. Gerrit Nissen (Foto), der bereits 2008 als 13-Jähriger den Musikpreis am Klavier gewann, konnte ihn diesmal als Sänger gewinnen. Sein Auftritt mit Michael Klurwitz am Klavier überzeugte die Jury. Einen Sonderpreis bekam Jana Gugenheimer, Schülerin des Niels-Stensen-Gymnasiums. Vor allem ihr Song „It will rain“, bei dem sie sich selbst am Klavier begleitete, begeisterte die Jury. Sponsor Peter Jüngehülsing war spontan bereit auch den zusätzlichen preis zu übernehmen.

Auch dabei die 14 Jahre alte Linda Bichlmeier, die ein tolles selbst komponiertes Stück, „My Song for you“, brachte. Sidal Uzundag, die  mit Schostakowitschs 15. Präludium aus Opus 87 als einzige klassische Musik bot und bereits zahlreiche Erfolge bei Jugendmusikwettbewerben verbuchen kann, war ebenso dabei wie Ladji Keita, Azariah Rau, Friedtjof Schulze und Jan Rosebrock, von denen einige aus der gerade im musischen Bereich außergewöhnlichen erfolgreichen GSH kommen. Sie traten als Ladji Keita und Band auf, unter coverten unter anderem die „Get behind the Mule“ von Tom Waits.

Die Verleihung im Helms-Saal war so etwas wie eine Wiederauferstehung. Zunächst hatte es so ausgesehen, dass der Preis nach dem aus des Vereins „Musik im Gespräch“ nicht wieder vergeben wird. Die Allianz von Ernst Brennecke, Museumsdirektor Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss, der den Helms-Saal bereit stellte, und Peter Jungehülsing, der die Preisgelder garantiert, haben die Veranstaltung gerettet, die jungen Talenten aus Harburg eine Bühne bietet und sie fördert. Sicher ist: 2014 wird es den neunten Harburger Musikpreis geben. zv

Bericht: Drei Männer retten den Musikpreis