120727KTF4Harburg  – Das Harburger Kultfestival „Keine Knete – trotzdem Fete“  muss auch in diesem Jahr wieder ins Exil. Nachdem das Bezirksamt dem Organisations-Team

des „Festivals für unkommerzielle Kultur“ keine Genehmigung für „elektronisch verstärkte Musik“ an zwei aufeinanderfolgenden Tagen auf der Freilichtbühne im Harburger Stadtpark erteilen wollte, wird die Bühne wie schon 2012 wieder bei einem befreundeten Verein zwischen Bahn und Bostelbeker Hauptdeich aufgebaut. Am 26. und 27. Juli werden dort Musik, Poetry und allerlei andere Bespaßungen geboten.

„Es gibt Regeln, und an die müssen sich alle halten“, sagte Bezirksamtsleiter Thomas Völsch nach der erneuten Absage an zwei Tage Musik. Diese Regeln waren nach Protesten von einigen Anwohnern im Einvernehmen mit den Kommunalpolitikern aufgestellt worden. Auf Nachfrage hatte Völsch mitgeteilt, dass diese Regeln nicht für alle Musikveranstaltungen in Harburg gelten, sondern nur für die Freiluftbühne im Stadtpark. Auf dem Rathausplatz oder auf dem Schwarzenberg, wo wesentlich mehr Anwohner „elektronisch verstärkte Musik“ freiwillig oder auch nicht freiwillig genießen können, gilt diese Regel nicht.

Unterdessen will sich SPD-Fraktionschef Jürgen Heimath weiter um eine Lösung bemühen. Nach Informationen von harburg-aktuell soll auch über das Appelbütteler Tal nachgedacht werden. Dort findet einmal im Jahr die legendäre „Ackerfete“ von Harburger Gymnasiasten statt. ag