130219RieckhofHarburg – Über diesen Besuch hat sich Rieckhof-Chef Jörn Hansen besonders gefreut. Die Erzieher und Kinder des Kindergartens Elbkinder aus der Eddelbüttelstraße

kamen nicht nur, um die Kindertheatervorstellung zu sehen. Sie kamen auch, um den Rieckhof zu unterstützen. In einem offenen Brief bringen die Erzieher ihre Sichtweise zum Ausdruck. Der Originaltext:

„Mit Sorge hören wir, dass angekündigte finanzielle Kürzungen den Fortbestand der Einrichtung gefährden.
Seit vielen Jahren ist unsere Kita mit dem Rieckhof verbunden: Wir betreuen viele Kinder aus bildungsfernen und finanziell schwachen Familien. Der Rieckhof hat immer, zusammen mit anderen im Stadtteil gelegenen Veranstaltern wie zum Beispiel Helms-Museum und Bücherhalle, dazu beigetragen, diesen Kindern eine kulturelle Grundlage zu geben.

Erzieherinnen nutzen die Angebote zur Vervollständigung ihrer Arbeit. Häufig besuchen wir die Weihnachtsmärchen mit allen Elementarkindern. Die Kinder werden damit gut und niveauvoll unterhalten, genießen echte Theateratmosphäre, und für die Eltern ist der finanzielle Aufwand immer tragbar. Für bestimmte Altersgruppen können wir speziell angebotene Vorführungen nutzen, die gerade in die pädagogische Arbeit der Kolleginnen passen Durch die Zusammenarbeit am Spieletag wissen wir, dass der Rieckhof auch in diesem Bereich große Anerkennung genießt.

Wir wünschen uns dringend, die Zusammenarbeit zwischen Kita Eddelbüttelstraße und dem Kulturzentrum weiter fortsetzen zu können. Für das Einzugsgebiet Phoenix-Viertel, das ja gerade und nicht ohne Grund als Sanierungsgebiet der Freien und Hansestadt Hamburg ausgewiesen ist, wäre eine Schließung ein herber Verlust.
Der Kita ginge damit ein wichtiger Kooperationspartner verloren.

„Das Kollegium der Kita verfolgt seit geraumer Zeit die Vorgänge um die Streichung der finanziellen Mittel des Rieckhofs“,
sagt Hansen. „Über die Unterstützung freuen wir uns sehr. Allgemein erhalten wir sehr viel Zuspruch.“

Die Bezirksversammlung will dem Rieckhof Mittel in Höhe für weit über 30.000 Euro im Bereich Jugendarbeit streichen. Der Hintergrund: Die vorhandenen Mittel des Bezirks Harburg reichen nicht für alle Projekte, die Förderbedarf angemeldet haben. Eine Gefährdung des Rieckhofs als Institution durch die Streichung eines Teils des Budget wird nicht gesehen.

Der Artikel zu den geplanten Kürzungen