130219MusikpreisHarburg – Gerettet. Den Musikpreis Harburg wird es auch weiter geben. Nach dem Aus des Vereins „Musik im Gespräch“ um Ernst Brennecke und dem neuen

Konzept für das Stellwerk im Bahnhof hatte es so ausgesehen, als würde der seit 2006 vergebene Preis sang und klanglos in der Versenkung verschwinden. Dann kamen die Retter in Form von Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss, Chef des Helms-Museums, der die Trägerschaft übernommen hat. „Der Musikpreis gehört zu den Kulturprojekten die den Standort Harburg aufwerten“, sagt Weiss.  „Ich habe mich mit Ernst Brennecke zusammengesetzt und eine Lösung gefunden.“

Die sieht so aus, dass der Preis im Helms-Saal vergeben wird. Beim Preisgeld, immerhin zusammen fast 1000 Euro,  wurde auch schnell ein Sponsor gefunden. Es ist Bestattungsunternehmer Peter Jungehülsing. „Ich habe ihn angerufen, weil ich weiß, dass er sehr musikaffin ist und ihm die Kultur und Harburg sehr am Herzen liegen“, sagt Weiss. „Ich musste auch nicht besonders lange überlegen“, sagt Jungehülsing zu seiner Zusage. „Es ist so, dass uns einiges verbindet und ich mich wie Professor Weiss stark für das kulturelle Vorankommen Harburgs engagiere.“

Der Dritte im Bunde ist das alte und neue Gesicht des Musikpreises, Ernst Brennecke, der weiter die Organisation stemmen wird. Mit seinem Engagement ist auch ein Gerücht vom Tisch, das sich hartnäckig um das Ende des Vereins „Musik im Gespräch“, der in den 32 Jahren von 1980 bis 2012 305 Vorträge organisierte, hielt. „Die Auflösung des Vereins hat nichts mit dem Tod meiner Frau zu tun gehabt“, sagt Brennecke. „Sie war noch an der Entscheidung beteiligt gewesen.“ Der Grund ist banal, der Verein war einfach pleite. „Wir hatten höhere Kosten als Einnahmen“, sagt Brennecke.

Am Musikpreis werden sich laut Brennecke zwei Dinge ändern. „Der Ort und die Zeit. Er wird nicht um 16.30 Uhr, sondern schon um 15 Uhr beginnen. ort ist nicht mehr das Stellwerk, sondern der Helms-Saal“, sagt Brennecke. Der Tag steht auch schon fest. Es wird der 25. Mai sein.

Die Jury feiert dann ihr Comeback. Sie ist mit Prof. Dr. Hermann Rauhe, dem Ehrenpräsidenten der Hochschule für Musik und Theater, Prof. Marianne Bernhardt, Sängerin, Schauspielerin und Dozentin aus Harburg, Siegfried Bonhagen, dem Geschäftsführer der Musikgemeinde Harburg, dem ehemaligen Vorstandsmitglied des Vereins Musik im Gespräch, Dirk Meßer und Ernst Brennecke selbst, der jahrzehntelang angesehener Kulturredakteur der Harburger Anzeigen und Nachrichten war, hochkarätig. Der Förderpreis wird wieder mit 500 Euro, der Sonderpreis für den Zweitplatzierten und der Publikumspreis mit jeweils 200 Euro dotiert sein.

Bewerben können sich Musiker für den Förderpreis, die „mit Harburg etwas zu tun haben“, wie Brennecke es formuliert. Sie können hier leben, hier geboren sein, in Harburg zur Schule gehen, studieren, arbeiten oder andere Berührungspunkte zum Bezirk haben. Außerdem nimmt Brennecke Vorschläge für den Publikumspreis entgegen.

Bewerbungen sind zu richten an Ernst Brennecke, Dahlienweg 13 in 21218 Seevetal. Es geht auch per Email unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Bewerbungsende für den Förderpreis ist der 30.April. zv