130216HelmsmuseumHarburg – Endlich Independence-Day des Helms-Museums. Und alle waren gekommen um am Freitagabend die gelungene Herauslösung aus der Stiftung der

„Historische Museen Hamburg“ zu feiern. Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss, vermutlich an dem Tag glücklichster Museumsdirektor des Universums, konnte gut 400 Gäste in der Helms-Lounge begrüßen, um die wieder erlangte Unabhängigkeit des Harburger Museums mit Live-Musik und einem Spezial-Catering in der vom Bruzzelhütten-Team gemanagten Curry-Wurst-Area zu feiern. Pechvogel des Abends: Grünen Fraktionschef Ronald Preuß. Sein Wunsch nach einer Tofu-Wurst wurde von Mister-Bruzzelhütte Stefan Rupprecht mit einem mitleidigen Lächeln quittiert. Glückskind des Abends: Bezirksamtsleiter Thomas Völsch. Er konnte eine echte Kulturlücke schließen und erstmals die erfolgreiche Lego-Ausstellung mit eigenen Augen sehen.

Die neue Unabhängigkeit ist auch ein umfangreicher Neustart. Selbst das Logo des Museums ist neu. Die Voraussetzungen für die Unabhängigkeit sind denkbar günstig. Das Helms-Museum ist ein Renner. „Wir hatten im letzten Jahr 156.000 Besucher“, sagt Weiss. Damit ist es auf Platz 3 der bestbesuchten Museen Hamburgs – vor dem Völkerkundemuseum. Rund 50.000 Besucher hatten sich die Bischofsburg am Speersort angeschaut. Über 100.000 Besucher kamen nach Harburg. Der Hit war natürlich die Lego-Ausstellung, die noch bis zum 5. Mai läuft. „Das ist ein absoluter Rekord“, freut sich Weiss. „Wir hatten in den vergangenen 30 Jahren nie eine Besucherzahl von über 100.000.“

Man will weiter auf dem Kurs bleiben und Ausstellungen konzipieren, die Familien mit Kindern als Zielgruppe haben. „Spektakulär ist auch das Touristenaufkommen bei uns“, sagt Weiss. „Für Hamburger ist Harburg immer weit weg. Für Touristen, die in der Hansestadt sind, sind es nur fünf S-Bahnstationen von der City. So könne wir viele Gäste der Stadt nach Harburg holen und bei uns begrüßen.“ zv