091026PhoenixHarburg - Ab dem 31. Oktober zeigt das Helms-Museum die Sonderausstellung „Modelle zur Harburger Stadtgeschichte“. Die neue Ausstellung im künftigen Stadtmuseum Harburg wirft Schlaglichter auf die

städtebauliche Entwicklung Harburgs und erzählt die spannenden Geschichten, die hinter vielen der Modelle stecken. Das Helms-Museum besitzt eine Reihe von Stadt- und Hausmodellen unterschiedlichster Provenienz und Zielrichtung. Sie zeigen in einzigartiger Weise die historische Stadtentwicklung und Besonderheiten Harburgs.
"Stadt- und Gebäude-Modelle üben seit jeher auf den Betrachter einen besonderen Reiz aus", sagt Museumsdirektor Rainer-Maria Weiss. "Sie sind oftmals Kinder ihrer Zeit und entsprechen in Design, Technik und Inhalt dem jeweiligen Geschmack und den jeweiligen Fragestellungen. Die Harburger Stadtgeschichte wird durch die Modelle, die sich in der neuen Sonderausstellung befinden, auf spannende Weise erzählt."
Als persönliche Erinnerungsstücke gebastelte Hausansichten zeugen von einer typischen Firmengeschichte in Harburg und sind liebevoll bis in das kleinste Detail gearbeitet, während ein einfach gestaltetes Planungsmodell aus dem Bauamt Harburg die Arbeit der Stadtplaner veranschaulicht. Ein von Harburger Schülern erstelltes detailreiches Modell zeigt wiederum das Engagement und die Kunstfertigkeit hiesiger Lehrer und Schüler. Das große Modell eines Harburger Fachwerkhauses, das im Konstruktionsmodell als Spendenbox fungierte, steht für ein Paradestück des Harburger Denkmalschutzes.

Diese und andere Modelle werden zu sehen sein:

Landschaftsmodell von Harburg und seinem Umland
Die Ausstellung startet mit den naturräumlichen Gegebenheiten und der Einbindung Harburgs in sein Umland. Zu diesem  Thema ist ein fast drei mal drei Meter großes Reliefmodell zu sehen. Das Modell zeigt das Elbeurstromtal von Geesthacht bis Wedel sowie die angrenzenden Geestgebiete mit dem Landkreis Harburg.

091026SchlossDie Harburger Zitadelle

Weiter geht es in der Geschichte Harburgs mit den Modellen der Zitadelle und des Harburger Schlosses: Ein Schülermodell zeigt den Zustand der Zitadelle um 1840. Es ist das Ergebnis eines dreijährigen Schülerprojektes an der Haupt- und Realschule Hanhoopsfeld.

 

091026HafenEin Hafenmodell für Georg V.
Der Dreh- und Angelpunkt der Harburger Geschichte kann im Ausbau des Harburger Binnenhafens in den 1840er Jahren gesehen werden, der anschaulich in dem Tastmodell für den blinden König Georg V. wiedergegeben ist. Erst der Hafenausbau ermöglichte Harburg, sich zu einer Industrie- und Hafenstadt zu entwickeln.




Mayr’sches Haus
Verschiedene Hausmodelle zeigen das alte Harburg mit seinen Fachwerkbauten und erzählen von der vorindustriellen Wirtschaftsweise. In der Ausstellung ist ein Modell zur Rekonstruktion des historischen Mayr’schen Hauses zu sehen. Angefertigt wurde das Modell  für eine Spendensammlung.

Bergwerk Robertshall
Ein Kuriosum der Harburger Geschichte ist das Bergwerk Robertshall, das nur im Zusammenhang mit der Energieknappheit nach dem 1. Weltkrieg zu verstehen ist. Für drei Jahre erhielt die Phoenix Kohle aus dem nördlichsten Untertagebau Deutschlands in den „Schwarzen Bergen“. Das Modell zeigt die ober- wie unterirdischen Anlagen des Bergwerks Robertshall und gibt Auskunft über die geologische Beschaffenheit des Untergrundes. Das Bergwerk am Ehestorfer Heuweg wurde von 1919 bis 1922 für das Phoenix Werk Harburg betrieben.