121115LangankeHarburg Endlich mal eine halbwegs positive Nachricht für die Kultur im Süden Hamburgs: Die Bezirksversammlung hat den „bunten Haufen“ SuedKultur als Partner akzeptiert und gibt dem Zusammenschluss von Künstlern und

Kulturschaffenden die Möglichkeit in einem Fachausschuss der Bezirksversammlung eigene Themen anzustoßen und Debatten mit Politik und Verwaltung zu führen.

Näher betrachtet entspricht es sicher nicht dem Stellenwert von Kultur, dass ihre Interessenvertreter in einem Ausschuss, der auch noch für Bildung, Sport und Stadtteilentwicklung zuständig ist, zwar Themen ansprechen, aber zum Beispiel keine eigenen Anträge stellen können. Dabei hat doch Bezirksamtsleiter Thomas Völsch gerade wieder betont, was für wichtige Standortfaktoren Kunst und Kultur für den Hamburger Süden sind.

 

Manch einen wird das Ergebnis enttäuschen, das nach zwei Jahren Diskussionen über einen Kulturbeirat herausgekommen ist, dennoch geben sich Timo Gorf und Heiko Langanke (Foto) nicht nur diplomatisch, sie gehen zumindest in ihrer neuesten Pressemitteilung optimistisch an die Sache heran. „Wir haben jetzt endlich die Möglichkeit, die Stadt-Kultur im Bezirk weiter voran zu bringen und zu stärken“, sagt Timo Gorf, Akteur im „bunten Haufen“ der Kulturschaffenden. Und SuedKultur-Sprecher Langanke sagt: „Wir werden diese Möglichkeit nutzen. Viele Themen stehen seit langem im Schatten der Öffentlichkeit.“

Er freue sich auf die Zusammenarbeit mit dem Ausschuss und hoffe, dass nun auch die Politik auf die Kulturschaffenden zukommt, um Ideen zur kulturellen Entwicklung in Harburg zu besprechen und zu erarbeiten. Bei SuedKultur engagieren sich seit Jahren Kulturschaffende aller Genres. Leider sind „migrantische Communities“ bisher noch nicht vertreten. Timo Gorf: „Das möchten wir in Zukunft ändern und wir laden jeden herzlich ein, sich bei SuedKultur zu engagieren.“

SuedKultur trifft sich jeden letzten Donnerstag im Monat ab 19 Uhr im Rieckhof. Das nächste Treffen ist am 29.November. ag