120511deVriesHarburg - Auf den ersten Blick gibt es vermutlich lockendere Reiseziele als die Solowezki-Inseln knapp 300 Kilometer östlich der finnischen Grenze und 100 Kilometer südlich des Polarkreises. Vor fünf Jahren machte sich dennoch eine Gruppe

deutscher und russischer Künstler des Vereins „Kobalt – Kunst – International“ mit der Segelyacht „Katharina“ auf den Weg in die Russische Republik Karelien, um den kulturell, religiös und geschichtlich bedeutsamen Archipel mit seiner kargen Landschaft und einer ausgeprägten Eigenkultur für sich zu entdecken – unter ihnen die beiden Harburger Anke de Vries und Theodor Stenzel.

 

Die beiden zeigen jetzt ihre Impressionen der ungewöhnlichen Reise in der Ausstellung „Kerker – Kreuz – Kunst“ in der KulturWerkstatt Harburg. Anke de Vries machte in Karelien Skizzen, nach denen sie dann in ihrem Atelier an der Dempwolffstraße malte. Kombiniert mit Originalfundstücken von den Solowezki-Inseln entstanden eindrucksvolle Objekte. Theodor Stenzel zeigt eigenhändige Schwarz-Weiß-Vergrößerungen von Aufnahmen mit einer analogen Mittelformatkamera.

Die Ausstellung in der KulturWerkstatt am Kanalplatz im Harburger Binnenhafen wird am Sonntag, 13. Mai, 11 Uhr, eröffnet. Danach ist sie bis Ende Juni montags und dienstags jeweils von 16 bis 19 Uhr und mittwochs von 16 bis 20 Uhr zu sehen – außerdem während der Veranstaltungen und nach Absprache. mz