120329Grabung1Binnenhafen - Auf der Baustelle an der Schloßstraße sieht es aus wie an einem Tatort. An vielen Stellen sind auf dem Boden oder an Sandwänden kleine, weiße Schildchen zu sehen. Es sind keine Tatort-,

sondern Befundnummern, die im Rahmen archäologischer Ausgrabungen angebracht wurden. Sie markieren Stellen, an denen etwas entdeckt wurde. "Große Funde" sind nicht dabei.

Einerseits war auch in frühester Harburger Zeit an der Schloßstraße lediglich Wohnbebauung vorhanden, andererseits wurde in den frühen Jahren Harburgs fast ausschließlich mit Holz gebaut. Das gammelt, wenn es aus dem feuchten Boden geholt wird, innerhalb kürzester Zeit weg. Auch die aufsehenerregende hölzerne Wasserleitung, die auf der Schloßinsel entdeckt wurde, ist ein Fall für den Container, wenn sie nicht wieder im feuchten Boden vergraben wird. Es sind nur einige heraus geschnittenen Scheiben, die vom Helms-Museum gesichert wurden.

 

An der Schloßstraße geht es vor allem um die Dokumentation von im Boden befindlichen Fundamenten oder Schichten, die Epochen markieren. Das es zu spektakulären Funden kommt, glauben Fachleute nicht.

Wenn die archäologische Spurensicherung beendet ist, wird dort gebaut werden. zv