110929MammutHarburg - Selten ist eine Sonderausstellung im Helms-Museum so angenommen worden wie "Eiszeit in Hamburg". Die vielen Tiere, die damals die Norddeutsche Tiefebene bevölkerten wollen heute viele Harburger sehen.

 

"Die Ausstellung läuft nicht nur gut. Sie läuft sehr gut", sagt Museums-Direktor Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss. Mehr als 6000 Besucher verzeichnete das Helms-Museum bereits. Alle wollen die über 20 lebensgroßen Tiere sehen. Da macht es nichts, dass das knapp vier Meter hohe Mammut bereits mit seinem zotteligen Schädel an die Decke stößt. Man muss die Ausstellung mit Kinderaugen sehen, um den ganz besonderen Reiz zu begreifen.

Wollnashorn, Riesenhirsch und Auerochsen faszinieren die jungen Besucher und beflügeln deren Fantasie. Ganz überraschend ist der Erfolg nicht. Vor rund zehn Jahren zog die Sonderausstellung "Tiere der Eiszeit" rund 15.000 Besucher ins Helms-Museum. Diese Marke wird, davon geht Weiss, aus, diesmal übertroffen. Im Gegensatz zur Vorgängerausstellung sind diesmal nicht nur Tiere, sondern auch Fundstücke aus der Eiszeit ausgestellt. Was viele nicht wissen: Im Harburger Boden liegen viele Überbleibsel der kalten Periode. "Die Wakeboarder auf dem Neuländer Baggersee beispielsweise werden sich über Mammutknochen übers Wasser ziehen lassen", sagt Weiss.

Clevere Specials ergänzen die Ausstellung. Der "Großeltern und Enkel-Tag" oder der "Mammut-Samstag" für Kinder richten sich an die Kernzielgruppe. Mittlerweile ist an eine Verlängerung der Sonderausstellung gedacht. Dann könnten Mammut & Co. noch bis zum April im Helms-Museum zu sehen sein. zv