111029kultur6Harburg- Der Harburger Kulturtag ist bei vielen Harburgern ein inzwischen im Kalender fett makierter Termin. In diesem Jahr ging die Veranstaltung, bei der sich zahlreiche Kunst- und Kultureinrichtungen präsentieren, in die achte Runde. Das herbstliche Wetter eignete sich perfekt um dem Motto "Kunst für alle" zu folgen und zwischen Museum und Galerien zu flanieren.

Gut besucht war unter anderem das Helms-Museum, dass mit der Sonderaustellung "Eiszeit-Tiere und Jäger in der Steinzeit" zahlreiche Familien mit Kindern lockte. Zu bestaunen gab es nicht nur tolle Ausstellungsobjekte wie das fast furchteinflößende vier Meter hohe Mammut, sondern Bären, Rentiere und einen Riesenhirsch. Neben den Führungen durch die Ausstellung, hatten die Macher um Museumsdirektor Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss tolle Aktionen für die "kleinen Gäste" parat. An einem großen Tisch konnten Kinder ihre eigenen Eiszeittiere aus Ton kreieren und sie beispielweise mit Zahnstochern schmücken.

Desweiteren informierten im Museum das Harburger Theater und der Verein alter Friedhof über ihre Arbeit. Das Theater ermöglichte den Kulturfreunden sogar einen Blick hinter die Kulissen. Günter Marnau sagt: "Wir führen die Besucher durch Räume, die man sonst nicht zu Gesicht bekommt, beispielsweise den Requisiten-Raum." Das Ziel ist es weitere Harburger für das Theater-Programm zu begeistern. Und damit das gelingt, wird neben dem üblichen Fest-Abo, ab sofort ein neues Comedy-Abo mit jeder Menge Spaß und Lach-Garantie angeboten.

Wer es trotz der tollen Galerien, unteranderem der Ausstellung der Sammlung am Falckenberg und der KulturWerkstatt mit den Zeichnungen des Künstlers Jan Huber, etwas "rockiger" wollte, der fand am Sonnabend den Weg zum Jazzclub im Stellwerk. Der Verein "Musik im Gespräch" präsentierte den Besuchern  mit dem Konzert der Kontraste zahlreiche Musik-Preisträger. Darunter Liedermacher Werner Pfeifer (Gewinner des Musikpreises 2011), "Barfuß-Ägypten" (Gewinner des Förderpreises 2011) und den Gospel-Train unter der Leitung von Peter Schuldt (Preisträger 2007). Für richtig Stimmung im Veranstaltungssaal sorgte der Gospel-Train der Gesamtschule Harburg. Mit Songs wie "Hit the Road Jack" eroberten die Schüler die Herzen des Publikums. Ernst Brennecke, Leiter des Vereins "Musik im Gespräch", zog ein äußerst positives Fazit: "Auch dieses Jahr wurden die Veranstaltungen sehr gut angenommen, besonders wenn der Gospel-Train auftritt, ist immer richtig Alarm. Das ist natürlich super."

Der Kulturtag beweist wieder einmal, dass Harburg tolle Kultur- und Kunstangebote bietet und die Leute großes Interesse haben. Als einziger Nachteil dürfte sich in diesem Jahr erwiesen haben, dass der Hubertus-Markt des Kiekebergs und der Kulturtag am gleichen Tag stattfanden. (pw)

 

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