110830KelleHarburg - Gut zehn Jahre hielt der bronzene Eisengiesser, eine von Gerhard Janensch geschaffene Skulptur, nur den Stiel in der Hand. Die Kelle war abgebrochen und lag im Helms-Museum. Jetzt ist der Eisengiesser, der lange

vor dem Verwaltungsgebäude der Firma Thörl und dann vor der alten Feuerwache am Hastedtplatz stand, bevor sie ihren Platz auf der Museumsachse fand, wieder komplett.

Gut eineinhalb Stunden brauchten die Profis von Edel & Stahl aus dem Binnenhafen, um das Stück wieder an seinem alten Platz anzuschweißen. Dabei ging es heiß zu. Bis zu 1000 Grad Hitze sind nötig, um mit Bronzedraht eine belastbare Verbindung zwischen Kelle und Stiel zu schaffen. Zusätzlich stützt eine Stahlstange die Kelle, um ein erneutes Abbrechen zu verhindern, wenn sich, was irgendwie absehbar ist, jemand auf die Kelle stellt.

 

Die Arbeit war ein Sponsoring der Firma. Wie schon der Stifter der Bronzefigur, die Firma Thörl, die den Eisengiesser 1918 aufstellen ließ, hat die Stadt keinen Cent für die Maßnahme aufbringen müssen.  Eingefädelt hatte die gute Tat Museumsdirektor Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss. "Die Unternehmen hier im Raum Harburg sind sehr großzügig und hilfsbereit, wenn es um konkrete Maßnahmen geht", so Weiß.

Die Restaurierung der Eisengiessers kam gerade recht. Am Donnerstag wird ein Teil der Museumsachse zum Max-Schmeling Platz. Wer Lust hat: Um 11 Uhr gibt es dazu ein paar Worte vom Bezirksamtsleiter.

 

Hier weitere Informationen zu dem Künstler und seinen Werken :

http://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Janensch