110813dockville029Wilhelmsburg - Dockville 2011. Das wird als Schlamm-Festival in Erinnerung bleiben. Das Scheißwetter weichte den Boden auf, einige Besucher sahen aus wie Schlammcatcher. Gummistiefel waren das Accesoire des Festivals. Die konnte

man auch gut gebrauchen. Denn bevor man an den Bühnen war, musste man eine locker 500 Meter lange Schlammpiste bewältigen. Für die Besucher war es ein sportlicher Auftakt.

Musikalisch war drei Tage volles Programm auf mehreren Bühnen angesagt. Einer der Stars: Casper, ein Rapper, der bürgerlich Benjamin Griffey heißt und der letzten Monat gerade sein neuestes Album XOXO veröffentlichte, das prompt auf Platz 1 der Verkaufscharts landete. Das Rap-Trio Eljot Quent aus Hamburg sorgte für satten Sound, der Wellenkringel in die riesigen Pfützen zauberte. Natürlich dabei: Jan Delay. Andere Stars: Trail of Dead, die Indierocker aus den USA. Die Band ging nach eigener Legende aus vier Mitgliedern des Kirchenchors im Texas-Nest Plano, einem Vorort von Dallas hervor. Bei Dockville waren sie ein echt feiner Abschluss am Sonntagabend.

Zurück zum Wetter. Die "Maschinenraum"-Zeltbühne musste wegen Modderalarm Freitag gesperrt werden. Das Programm musste umgestellt werden, was zu ziemlicher Verwirrung führte. Macht aber nix: Am Ende war es ein geiles Festival mit dem Petrus im nächsten Jahr mal ein bisschen nachsichtiger umgehen könnte. Die Zahl der Besucher wird übrigens mit 20.000 angegeben. Klingt nicht so doll wie die 85.000 vom Binnenhafenfest. Dafür ist sie realistisch. zv

Die Bilder vom Festival gibt es hier