110716GrafiHeimfeld - Es sind bunte, großflächige Graffiti, die aus der grauen, über 1.000 Meter langen und rund fünf Meter hohen Flutschutzwand am Bostelbeker Hauptdeich Stück für Stück ein immer größer werdendes Kunstwerk machen.

Illegal breiten sich die Werke aus. Die Macher haben beste "Arbeitsbedingungen". Nur selten verirrt sich ein Fußgänger oder Autofahrer in den Grünstreifen welcher zwischen Bahngleisen, parallel zum Seehafen verläuft.

Es ist damit eine über 5.000 Quadratmeter große "Leinwand", die sich mit mal mehr, mal weniger ansehnlichen Werken füllt. Es sind auch 5.000 Quadratmeter Chance für Harburg mit einem Kunstprojekt über die eigenen Bezirksgrenzen auf Interesse zu stoßen.

"Seit geraumer Zeit plant die Künstlergruppe Grossstadtraum gemeinsam mit internationalen Graffiti-Künstlern die Hochwasserschutzwand am Bostelbeker Hauptdeich zu einer Meile der Graffiti-Kunst werden zu lassen. In Anlehnung an das Projekt Wiener Wand, möchten die Künstler auch hier in Harburg einen solchen Raum für Graffiti-Kunst schaffen", formulierte es die GAL in ihrem bislang letzten Antrag in der Bezirksversammlung, in dem die Idee unterstützt wird.

Dort wurstelt man seit rund zwei Jahren an dem Thema rum. Richtig zuständig ist ohnehin der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG), der bislang das Projekt ablehnte. Die Farbe würde den Beton angreifen. Die Wahrnehmung als Flutschutzwand wäre gefährdet. Das findet die GAL komisch. Auf der Veddel gibt es Graffiti auf Flutschutzwänden. Legal und genehmigt. zv