110503HDTU06Harburg - "Wende 80" heißt der Titel des aus 415 gerahmten Seiten umfassenden Werkes von Konzeptkünstlerin Hanne Darboven. 1988 installierte es die 2009 verstorbene Künstlerin, die vor ein paar Tagen 70 Jahre alt geworden wäre, noch selbst an der Technischen Universität. Jetzt ist das Werk neu gestaltet worden und als eine Art öffentliche Dauerausstellung konzipiert.

 

Die Mittel dazu haben die Hanne-Darboven-Stiftung und die Sparkasse Harburg-Buxtehude bereitgestellt. Zur Einweihung am Dienstag kamen rund 150 Gäste, darunter Ellen Darboven-Zapffe, die in Norwegen lebende Schwester der 2009 verstorbenen Konzeptkünstlerin, Albert Darboven (Foto), Michael Liebelt, die Kunstsammler Elisabeth und Gerhard Sohst, Abendblatt-Chefredakteur Claus Strunz, Isabella Vertes-Schütter, Intendantin des Ernst-Deutsch-Theaters oder der ehemalige Leiter der ZDF-Studios Hamburg, Knut Terjung, der eine Dokumentation über Hanne Darboven drehte.

 

Die Ausstellung passt in das Konzept vom neuen TU-Präsidenten Prof. Dr. Dr. h. c. Garabed Antranikian, der die Uni mehr ins Bewußtsein der Öffentlichkeit rücken will. Wer es sehen will: "Wende 80" ist an einer mehrgeschossigen Wand in der Eingangshalle in der Eißendorfer Straße 42 installiert. Es gibt nicht nur etwas zu sehen. Mit dem Werk hat Hanne Darboven auch Zahlen in Musik verwandelt. Was heraus kam, ist auf elf Schallplatten gepresst worden. Man kann es dort auch über Kopfhörer hören. zv

Die Bilder der Einweihung gibt es hier

http://kunst-tuhh.de/