Johann Scheerer

Harburg - Größer, bunter, länger: Die dritten Harburger Literaturtage - besser bekannt unter dem Namen SuedLese - werden in diesem Jahr

über den ganzen Monat April im Hamburger Süden stattfinden. Weit mehr als 40 lesende Akteure an über 20 verschiedenen Orten sind dieses Mal dabei und machen den Hamburger Süden einen ganzen Monat lang zum Literaturfest.

Die SuedLese ist aber vor allem eine Würdigung der lokalen Literaturarbeit. „Es ist faszinierend, wie viele publizierende Schreiberlinge weitestgehend unentdeckt hier leben und arbeiten“, sagt Mit-Organisator Heiko Langanke vom Organisator SuedKultur, "denn viele der Schreibenden und Lesenden entstammen direkt der Nachbarschaft."

Das Programm ist regelrecht ein Spiegel der Zeit: Der Auftakt zum 1. April wird scherzhaft mit einer Lesung von Texten von Hans Scheibner im Literaturcafé Striepensaal in Neuwiedenthal gemacht. Passend zur Osterzeit stellt der Schauspieler Hartmut Lange in der St. Johannis-Kirche in der Bremer Straße am Freitag, 6. April ab 20, Uhr die Frage, ob Jesus oder Judas für uns starb.

Unter den Stars der SuedLese findet sich der durch die TV-Sendung „Extra 3“ bekannte Auslandsreporter Dennis Gastmann, der am Donnerstag, 12. April, in der Bücherhalle Harburg lesen wird , aber auch der zur Zeit viel gelobte Johann Scheerer, der als Sohn von Philipp Reemtsma dessen Entführung 1996 aus Teenager-Sicht bravourös schildert. Seine Lesung findet am Dienstag, 24. April, in der Buchhandlung am Sand statt.

Und auch die gehbehinderte Laura Gehlhaar ist bundesweit als Inklusionsverfechterin bekannt und liest am Freitag, 20. April im Treffpunkt Hölertwiete aus ihrem neuesten Buch „Kann man da noch was machen?“  (cb)

Das komplette Programm der 3. SuedLese gibt es mit einem Klick hier!