100716FalkenbergHarburg - Sammlung Reininghaus heißt die Ausstellung in den Phoenixhallen. Sammler Harald Falckenberg zeigt dort die Sammlung des Kölners Ulrich Reininghaus. Rund 1000 Interessierte kamen zu Vernissage am

Freitagabend. Strapaziös für die Kunstfreunde: Die Hitze in den oberen Etagen. Versöhnt wurden sie durch die Exponate. Vielfältig, spannend, fordernd. So beschreibt Falckenberg seinen Sammlerkollegen: Seit dem Verkauf des Unternehmens im Jahr 1995 hat Reininghaus seine Sammlung mit sachkundiger Unterstützung seiner Ehefrau Anna, der Mutter des Kölner Galeristen Daniel Buchholz, konsequent - jetzt vorwiegend mit Unikaten - ausgebaut. Es geht um Arbeiten und Werkgruppen von Künstlern, die wie Morgan Fisher, Sylvie Fleury, Isa Genzken, Carsten Höller, Jürgen Klauke, Sigmar Polke, Carol Rama, Gerhard Richter, Reiner Ruthenbeck und Rosemarie Trockel längst zum Establishment der Gegenwartskunst zählen, und um jüngere, zum großen Teil bereits anerkannte Positionen wie Tomma Abts, Kai Althoff, Cosima von Bonin, Enrico David, Thomas Eggerer, Jutta Koether, Paulina Olowska, Florian Pumhösl, Wolfgang Tillmans, Danh Vo und Katharina Wulff.

Es ist auf diese Weise eine hervorragende Sammlung hoher Qualität entstanden, die - wie wenig andere Kollektionen - das Alte mit dem Neuen verbindet. Sie ist damit Beleg für die These, dass neue Kunst nicht isoliert gesehen werden darf, sondern immer aus alter Kunst entsteht. Es ist eine „Kölner Sammlung" geworden. Die Mehrzahl der in der Sammlung vertretenen Künstler leben und arbeiten in der Domstadt. Die Kollektion reflektiert die Weltoffenheit dieser Kunstmetropole und den kritischen, niemals angepassten Geist ihrer Bürger. Ulrich Reininghaus steht für diese Eigenschaften. Ich bin glücklich, einen fast vollständigen Überblick über seine Sammlung zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentieren zu können

Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 3. Oktober.