Harburg – Kunst im Stadtplanungsausschuss? Macht das Sinn? Und wie! Rudolf D. Klöckner vom Urban Art Institute Hamburg hat

nach dem ersten Aufschlag in der Binnenhafenbegleitgruppe die Pläne für ein Projekt vorgestellt, das das gelegentlich ein wenig provinziell graue Harburg bunter machen wird: „Walls can Dance“ heißt die Aktion, in der zehn triste Häuserwände, jeweils fünf im Binnenhafen und in der Harburger Innenstadt, mit Pinsel, Spraydose oder was auch immer zum Glänzen gebracht werden. Am Ende steigt ein Festival, bei dem sich Künstler und Nichtkünstler treffen, reden oder einfach zusammen sind.

Und sie werden kommen, angelockt von bunten Wänden, aber auch von Namen, zum Beispiel  dem von Rudolf D. Klöckner, der in diesem Sommer schon als Kurator vom Kunstevent „MS ARTVILLE“ in Wilhelmsburg geglänzt hat. Neben der Sammlung Falckenberg und der lebendigen Hall of Fame wird „Walls can Dance“ die graue Stadt an der Elbe umdeuten.

Genau deshalb gehört „Walls can Dance“ auch in den Stadtplanungsausschuss – als Grenzgänger zwischen Kunst, Architektur und Stadtentwicklung.

Wie geht es weiter? Nun ist zunächst das Urban Art Institute Hamburg als gemeinnütziger Verein gegründet worden. Im nächsten Schritt soll die Finanzierung (Gesamtetat rund 130.000 Euro) gesichert werden, im kommenden Frühjahr soll eine erste Fassade umgestaltet werden – wahrscheinlich die des TU-Gründungsgebäudes in der Harburger Schloßstraße. Graffiti Klöckner: „Die TU macht mit. Das ist großartig.“ Als Künstler für die Umsetzung sind die aus Hamburg stammenden und in Berlin lebenden Brüder Christoph und Florian Schmidt im Gespräch, die erfolgreich unter dem Namen Low Bros Graffiti Kunst, Markenzeichen stilisierte Tierfiguren, produzieren. Sie sollen eines der zehn Bilder erschaffen.

Und wie haben die Mitglieder des Stadtplanungsausschusses reagiert? Verhalten freundlich! ag