Harburg - Mit der in London lebenden Pianistin Olivia Sham setzt der Speicher am Kaufhauskanal am Sonntag, den 23. Oktober, seine Konzertreihe mit junge Star-Solisten fort. Im

Mittelpunkt stehen dabei Werke von Franz Schubert, Robert Schumann und Franz Liszt. Die hübsche Künstlerin ist nicht nur als Pianistin eine ausgewiesene Liszt-Expertin, sie schrieb über den großen Komponisten auch ihre Doktorarbeit.

Die melancholische Figur des Wanderers tritt vorwiegend in der romantischen Musik des 19. Jahrhunderts auf - und kann in verschiedenartigem Kleide in diesem Konzert gehört werden. In Schumanns Papillons erzählen kurze Tänze die Geschichte von Zwillingsbrüdern bei einem Maskenball, und einer von ihnen nimmt am Ende sein Wanderleben wieder auf. Schubert schrieb das Lied "Der Wanderer" und darauf basierend die gleichlautende, innovative Wanderer-Fantasie. Liszt, schwer beeindruckt von Schubert und diesem Stück, entwickelte aus dieser Stimmung seinen "Denker" - Il Penseroso. Die Mondscheinsonate teilt diese nachdenkliche Stimmung - bevor sie in dramatischer Wut explodiert. Zum Abschluss kehren wir mit Liszts Mephisto Walzer zurück zum Tanzmotiv der Faustlegende: Der Wanderer verkauft seine Seele dem Teufel.

Die Pianistin Olivia Sham lebt in London. Sie konzertiert nicht nur auf modernen Klavieren, sondern auch auf historischen Tasteninstrumenten, insbesondere auf Flügeln aus dem 19. Jahrhundert. Olivia wurde in Australien geboren und studierte mit Vollstipendien an der Sydney Conservatorium of Music (mit Auszeichnung) und an der Royal Academy of Music (Masterstudium mit Auszeichnung). Olivia verfasste ihre Doktorarbeit über die Klaviermusik von Franz Liszt. 2003 wurde sie Junger Künstler der Symphony Australia und hat seither mehrere weitere Preise bekommen. Sie spielte bereits mit verschiedenen internationalen Orchestern. Olivia ist Ehrenmitglied der Forschungsgesellschaft der Royal Academy of Music. Als Debüt-CD erschien: Liszt and the Art of Remembering, auf modernen und historischen Flügeln. zv