Fenster in die Geschichte

Harburg - Im Harburger Binnenhafen gibt es noch viele geschichtsträchtige Fassaden, Speicher und prägende Baudenkmäler. Der Hamburger Künstler Werner Krömeke zeigt mit

seinen eindrucksvollen Fassadenbildern, wie es früher hier ausgesehen hat. Drei "Fenster in die Geschichte" hat er bereits realisiert - jetzt bringen er und sein Team mit einer vierten Bildinstallation ein weiteres Baudenkmal zum Sprechen.

Am der Rückseite des Fleethauses im Schellerdamm 2 wird in sechs Meter Breite und 18 Meter Höhe gezeigt, wie in den 1930er Jahren eine mit Kornsäcken beladene Schute ausgeladen wird. Die mehr als 60 Kilogramm schweren Säcke wurden mit Hilfe einer Seilwinde in die Speicher der oberen Stockwerke hochgezogen.

"Das Foto habe ich in einem Archiv der HHLA gefunden und es wurde mir freundlicherweise für diese Arbeit zur Verfügung gestellt", sagt Krömeke. Das Foto wurde auf Originalmaße vergrößert und auf Alu-Dibond-Platten gedruckt. Besonders gut ist das Bild am Westlichen Bahnhofskanal von der Klappbrücke am Veritaskai zu sehen.

Unterstützt wird Krömeke dieses Mal von den Industriekletterern Viktor Schedler und Gerd Bauer. Denn um die aus wetterfesten Alu-Platten in einer Höhe von bis zu 18 Meter an der Fassade anzubringen bedarf es echter Spezialisten.

Von der Klappbrücke am Veritaskai kann man das Wandbild sehr gut sehen. Foto: cb

Die Kosten in Höhe von 13.500 Euro trägt zur Hälfte der Eigentümer der Immobilie, die CLS-Holding. Die andere Hälfte stammt aus Bezirkssondermitteln. Zum Hamburger Denkmaltag, der wie berichtet am Sonntag, 11. September, stattfindet, soll das Kunstwerk fertig sein.

Die Infos zum Denkmatag, und was Krömeke dann vorhat, lesen Sie mit einem Klick hier.

  (cb)