Harburg - Der Speicher am Kaufhauskanal geht bei der Kultur in eine kleine Sommerpause, um dann mit einer fulminanten Bühnenshow und einerm Toy-Piano-Festival zurückzukehren.

Dabei wird der neue Bechstein-Flügel vorgestellt.

Den Start macht am 1. September um 20 Uhr Dominik Wilgenbus mit "Mein Wagner". Er ist ein Universal-Entertainer des klassischen Fachs und verzeichnet Erfolge als Regisseur, Komponist und Entertainer auf der Opernbühne, im Konzertsaal, in Salons und open-air. Dominik Wilgenbus feierte früher schon einmal mit einem muskalisch-szenischen Komponistenporträt einen großen Erfolg auf der Bühne des Bayerischen Staatsschauspiels „Theater im Marstall“: „Pilgerfahrt zu Beethoven“. Ein Komponist und sein Wesen in Noten und Notizen: Mit „Mein Wagner“ sitzt Wilgenbus im opulenten Morgenmantel auf der Bühne vor dem Flügel und durchlebt vollkommen frei vortragend die Irrungen und Wirrungen des Ich-Erzählers Wagner.

Am 11. September um 15 Uhr wird Jennifer Hymers mit ihrem "Non-Piano - Toy Piano Weekend" im Speicher sein. Die amerikanische Musikerin ist die Mutter der Klaviere, denn sie beherrscht sie alle, vom Spielzeugklavier bis zum großen Konzertflügel! Dieses Jahr ist sie gemeinsam mit ihren Kollegen Ninon Gloger und Bernhard Fograscher im Rahmen des 3. Non-Piano/Toy Piano Weekends im Speicher am Kaufhauskanal zu Gast. Das ganz besondere Festival kann bereits auf eine Fangemeinde zählen, die sich von den speziellen Darbietungen immer wieder begeistern und bezaubern läßt. Die enge Zusammenarbeit von ausführenden Musikern und Komponisten, die stetig wachsende Kollektion an Spielzeugklavieren und anderen Spielzeuginstrumenten, die dem Festival zur Verfügung stehen, sowie das ungewöhnliche Klavier-Repertoire locken das Publikum stets aufs Neue an.
Im Speicher am Kaufhauskanal erwartet die Besucher ein buntes Repertoire auf mehreren Bühnen mit sowohl akustischen Solo-, als auch kleineren Kammermusik-Stücken für Spielzeugklavier und Klavier. Gespielt werden Solos, Duos und Trios.

Den Start zur neue Gastveranstaltungsreihe in Kooperation mit dem Quickborn-Verlag übernimmt Sandra Keck am 27. September um 19 Uhr mit ihrem Programm „Kecke Utsichten“. In ihrem Programm "Kecke Utsichten" verspricht sie eine Reise durch die "plattdeutsche Weltliteratur", garniert mit eigenen Texten, bei der sich alles um die ungewöhnlichsten Dinge der Welt dreht. In ihrer Lesung wird sie verschiedene, amüsante Texte vortragen, bei denen das vermeintlich starke Geschlecht immer wieder charmant eins "auf den Deckel" bekommt. Besinnliche und freche Kurzgeschichten ganz unterschiedlicher Art und natürlich auch eigene, kecke Gedanken zum Thema Liebe und über das alltägliche Miteinander werden den Abend bestimmen.

Am 25. Oktober um 19 Uhr vertellt Gerd Spiekermann ut sien Book „Tööv mol even!“. Spiekermann erzählt seit mehr als drei Jahrzehnten im Radio und auf unzähligen öffentlichen Lesungen seine Geschichten. Dabei spannt er immer einen weiten Bogen von seiner Kindheit und Jugend in der Wesermarsch, den Sorgen und Nöten eines modernen Familienvaters mit Frau, vier Kindern, vier Enkeln und Haustieren bis hin zum stressigen Alltag und den Erlebnissen eines Reisenden in fremden Ländern. Oft sind es Banalitäten, scheinbar unwichtige Details, die ihn zu seinen Erzählungen inspirieren. Aus ihnen entstehen dann seine humorvollen, aber auch sarkastischen, mitunter skurrilen und oft auch nachdenklichen Geschichten.

Am 29. November um 19 Uhr präsentiert dann Yared Dibaba neue plattdeutsche Geschichten über seine Erlebnisse rund um den Globus und auch in der Heimat. Locker unterhält er seine Leser durch ganz besondere Betrachtungsweisen. Ob in Stadt oder Land, Yared fühlt sich überall zuhause... aber der Norden liegt ihm besonders am Herzen. Überzeugend, ehrlich und immer offen für Neues – das zeichnet seine Texte aus. Heimat muss man in sich selber haben, sagt er, dann findet man sich auch in der Welt zurecht. Wer seine plattdeutschen Geschichten liest, erkennt schnell, was er damit meint, denn durch seine vielfältigen Begegnungen mit Menschen konnte er viel über den Wert von Heimat lernen. zv

Veröffentlicht 15. Juli 2016