1160331Kunst1Harburg - Bei so vielen guten Nachrichten aus dem Kunstverein Harburger Bahnhof ließ sich auch Hamburgs Kultursenatorin nicht zweimal bitten: Professor Barbara

Kisseler stattete dem Kunstverein im Harburger Bahnhof am Mittwochabend einen Besuch ab. Und das aus gutem Grund: In den rundum frisch renovierten Räumen wurde die Ausstellungsfolge der 35. Hamburger Arbeitsstipendien für bildende Kunst eröffnet.

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Blick in den renovierten Saal des Kunstvereins Harburger Bahnhof. Foto: cb

Doch das war noch nicht alles: Die Vorsitzende des Vorstandes, Julia Sökeland, konnte den mehr als 100 Gästen das neue Führungsduo präsentieren, das Anfang März die Arbeit aufgenommen hat: Ab sofort sind Lisa Britzger und Jennifer Smailes als Künstlerische Leiterinnen in der Nachfolge von Anna Sabrina Schmid im Kunstverein Harburger Bahnhof im Einsatz.

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Helena Wittmann und Armin Chodzinskis zeigen ihre Kunst. Foto: cb

"Seit vier Jahren ist der große Wasserschaden ein schwieriges Thema bei den Vorstandssitzungen gewesen. Jetzt ist es dem Einsatz von zwei Harburger Unternehmen zu verdanken, dass nicht nur der Wasserschaden repariert werden konnte, sondern die Räumlichkeiten eine Rundum-Renovierung erhielten", sagte Julia Sökeland in ihrer Begrüßungsrede. Der Stuck und der Putz wurden gründlich überarbeitet, die Elektrik wurde teilweise erneuert. Außerdem spendierte die Firma Gallas eine Reinigung der riesigen Fensterflächen.

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Barbara Kisseler (v.l.), Julia Sökeland, Lisa Britzger und Jennifer Smailes. Foto: cb

Der Dank für die Ermöglichung der Renovierung geht an den Geschäftsführer des Harburger Traditionsunternehmens Carl Schütt, Bernd Westermann, und an Arne Weber von HC Hagemann. Wie viel Geld genau in die Renovierung floss, soll geheim bleiben. Es handelt sich laut Sökeland aber um einen großzügigen fünfstelligen Betrag. "Jetzt sieht alles wieder so aus, wie es sein soll", lobte auch Vorstandsmitglied Rainer-Maria Weiss die Arbeiten.

Ein weiterer positiver Effekt der Renovierung in Eigenregie: Die Deutsche Bahn war so zufrieden, das der Mitvertrag zu den bestehenden Konditionen für weitere zehn Jahre verlängert wurde. Sökeland: "Somit haben wir endlich Planungssicherheit für die Zukunft."

In den kommenden sieben Wochen zeigen insgesamt zehn Künstler in sieben Ausstellungen ihre Werke. In der ersten von sieben Sequenzen zeigt Helena Wittmann in der Halle "Kinship", drei installative Elemente, ein experimentelles Beziehungssystem, in dem Grenzen zwischen Organismus und Materie, zwischen Natur und Kultur untersucht werden.

Armin Chodzinskis verschränkt in "Es ist der Alltag" Momente und Motive der Vereinzelung und der Kollektivität in einer Installation. Von 31. März bis 8. Mai 2016 folgen Ausstellungen und Präsentationen von Babak Behrouz, Carsten Benger, Christiane Blattmann, Marlene Denningmann, Anja Dietmann, Jens Franke, Verena Issel und Anna Steinert.  (cb)