150914MoritzHarburg - Einer der wichtigsten deutschen Komponisten der Gegenwart feiert in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag: Moritz Eggert, vielfach international

ausgezeichnet und inzwischen als Kompositions-Professor in München tätig. Zur Legende wurde sein Fußball- Oratorium „Die Tiefe des Raumes“, das 2006 zur Fußball-WM in Deutschland im Bochumer Stadion uraufgeführt wurde.

Es ist eine große Ehre für den Speicher am Kaufhauskanal, das in Harburg am Sonnabend, 29. September, ab 20 Uhr die Moritz-Eggert-Gala zum 50. Geburtstag des Komponisten stattfinden wird.

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Das Mannheimer Schlagwerk in Aktion. Foto: pr

Eggert, privat ein leidenschaftlicher Familienvater, löst mit seiner Musik  die gängigen Vorstellungen von "Neuer  Musik" und "E-Musik" auf und will bei allem Anspruch vor allem auch unterhalten und Spaß machen. Dabei ist Moritz Eggert selbst auch ein äußerst beschlagener Pianist und großartiger Sänger, der seine Stimme gern als Instrument einsetzt und dadurch immer wieder lustvoll die körperliche Dimension von Musik-Entstehung spüren lässt  

Für ein musikalisch buntes Geburtstagskonzert haben sich namhafte Ensembles und Solisten angesagt. Neben vielen Solisten kommt das "Mannheimer Schlagwerk" unter seinem famosen Gründer und Leiter Prof. Dennis Kuhn angereist. Die Musiker präsentieren Ihr umfangreiches Instrumentarium auf einer großen Extra-Bühne. Nicht nur in der Hamburger Heimat wohlbekannt ist das Ensemble „obligat“. Flötistin Prof. Imme-Jeanne Klett gehört zu den großen Bewunderinnen von Moritz Eggert und spielt unter anderem auch ein Flöten-Solo des Komponisten.

Eine fantasievolle Uraufführung steuert der junge Komponist Samuel Penderbayne bei. Der Australier, ein Schüler von Moritz Eggert, hat den Speicher am Kaufhauskanal vorher eingehend besichtigt und sein Werk auf den Ort und seine aufführungstechnischen Besonderheiten abgestimmt.

Am Folgetag, Sonntag, 27. September, findet ab 11 Uhr im kleineren Rahmen ein Künstlerfrühstück im Lunchcafé des Speichers am Kaufhauskanal statt. Tickets gibt es nur direkt am Lunchcafé.  Gast-Stars sind hier vor allem zwei besondere Pianistinnen und die überragende Klarinettistin Carola Schaal.

Aus Bonn bringt Susanne Kessel dem Komponisten Moritz Eggert ein Ständchen aus ihrem Projekt „250 Pieces for Beethoven“, das sie zum 250. Beethoven-Geburtstag in Bonn ins Leben rief. 250 Komponisten schreiben hier ein kurzes Klavier-Stück für Beethoven, auch Moritz Eggert ist dabei. Und Jennifer Hymer stellt ihr „Toy-Piano“ vor. Das Instrument ist eigentlich eher ein Kinderspielzeug, rückt aber immer wieder in das Blickfeld zeitgenössischer Komponisten wie Moritz Eggert.  (cb)