150903PreisHarburg - Premiere für den neu geschaffenen Denkmalpreis des Museums- und Heimatvereins Harburg Stadt und Land: Am Sonntag, 6. September, verleiht der

Verein die neu geschaffene Auszeichnung an den ersten Preisträger, den Eigentümer des „Speichers am Kaufhauskanal“, Rolf Lengemann, der den ehemaligen Speicher im Harburger Binnenhafen vorbildlich saniert hat.

Mit dem Denkmalpreis will der Verein von nun an jährlich das Engagement der Eigentümer denkmalgeschützter Gebäude anerkennen, die zum Erhalt historischer Bausubstanz in Harburg beitragen.

Harburg hat ein reiches baukulturelles Erbe. Denkmäler prägen das Gesicht des Hamburger Stadtteils - vom Fachwerkhaus bis zum Schloss. „Wer Denkmäler erhält, bewahrt Lebensraum und stiftet Identität für die Zukunft. Der Erhalt und die Sanierung historischer Gebäude ist aber mit viel Idealismus und Engagement der Eigentümer verbunden“, begründet Prof. Dr. Peter Hornberger, Vorsitzender des Museumsvereins, die Initiative. „Wir wollen mit dieser öffentlichen Wertschätzung künftige Bewerber animieren und motivieren, sich für den Erhalt und die Bewahrung ihrer Harburger Denkmäler aktiv einzusetzen“, so Prof. Dr. Hornberger weiter.

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Eigentümer Rolf Lengemann und Geschäftsführer Henry C. Brinker. Foto: cb 

Der „Denkmalpreis Museumsverein Harburg“ ist nicht dotiert. Der Preis besteht aus einer Urkunde und einer Plakette, die am Denkmal angebracht werden kann. Die offizielle Verleihung des Preises findet am Sonntag, 6. September um 20 Uhr zu Beginn einer Kulturveranstaltung im Speicher am Kaufhauskanal statt.

Der Preis wird in diesem Jahr an den  Eigentümer des Speichers am Kaufhauskanal, Rolf Lengemann, übergeben. In dritter Generation im Familienvermögen, bildet der Speicher mit vorgelagerter Villa und angeschlossenem Comptoirgebäude ein einzigartiges Ensemble der Wirtschafts- und Wohnarchitektur des 19. Jahrhunderts. Der originalgetreu restaurierte Speicher steht inzwischen als öffentliches Kulturzentrum für Veranstaltungen zur Verfügung.

Um das Bewusstsein für Denkmäler als Kulturgut und als Standortfaktor zu schärfen, will der Museumsverein auch im nächsten Jahr wieder einen Denkmalpreis vergeben. „Wir freuen uns über Vorschläge aus der Bevölkerung zu beachtenswerten Denkmälern, die es verdienen, ausgezeichnet zu werden und über alle Verantwortlichen, die sich für den Erhalt und Ausbau der stadtgeschichtlichen Zeugnisse Harburgs einsetzen“, so Prof. Dr. Hornberger.   (cb)