Das bestätigt auch die Statistik der Polizei. Bei über 30 Prozent aller Taten bleibt es beim Versuch. Ist die Sicherung eines Gebäudes zu gut, ziehen die Einbrecher einfach zum nächsten Haus.

Ob die eigenen vier Wände richtig gesichert sind, kann man checken lassen. "Oft sind die Sicherheitseinrichtungen, wie die Pilzkopfsicherung an den Fenstern gut. Nur die Verankerung ist zu schwach", weiß Bienek. "Wenn Leute nach Einbrüchen zu uns kommen, stellen wir oft fest, dass die Befestigung mangelhaft war und nach dem Motto "schnell, schnell" eingebaut wurde." Dann nützt die teuerste Sicherung nichts. Die Täter hebeln sie einfach aus dem Mauerwerk raus. Wie zum Beweis zeigt er ein verbogenes Schloss, an dem die spiddelig wirkenden Schrauben samt Dübel stecken (Foto). So wird der Fehler deutlich. Das Schloss hat gehalten, die Schrauben nicht.

"Es ist auch nachträglich möglich festzustellen, ob eine Sicherung richtig verankert wurde", sagt Bienek. "Das sollte man unbedingt tun, wenn man sich nicht sicher ist." Zudem gibt es Spezialkleber, die noch einmal den Verschraubungen zusätzlichen Halt geben. Bienek: "Wir kommen direkt ins Haus um einen Rundum-Check durchzuführen." dl