Auch bei der noch in Planung befindlichen Flüchtlingsunterkunft in der Straße am Aschenland werden die von den Behörden gemachten Zusagen nicht eingehalten. Jetzt soll dort statt 250 bis zu 458 Flüchtlinge in 70 Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen untergebracht werden. Dafür sollen auf dem für die Unterkunft vorgesehenen Gelände 19 statt 12 Modulbauten errichtet werden. Die für die Folgeunterkunft und damit für die Planungen verantwortliche Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) spricht weiterhin von einer Nutzung bis 2019.

Auch andere Unterkünfte im Bezirk Harburg wurden deutlich größer als angekündigt. Dazu gehören die Zentrale Erstaufnahme in und um die ehemalige Post oder die Unterkunft auf dem Schwarzenberg.

Der Hintergrund ist der enorm hohe Zustrom von Flüchtlingen. Offizielle stellen gehen mittlerweile davon aus, dass Hamburg allein in diesem Jahr 10.000 Plätze für Flüchtlinge bereitstellen muss. Mit einem anhaltenden Zustrom von Krieg- und Wirtschaftsflüchtlingen wird auch für die kommenden Jahre gerechnet. zv

Veröffentlicht 4. Mai 2015