Papas BMW, das war für einen Fünfjährigen wohl einfach zu reizvoll. Der Knirps, der wie sein Vater ein echter Auto-Fan ist, stibitzte den Schlüssel und setzte sich ans Steuer des im Uhlenhoffweg geparkten Autos.  Als er den Schlüssel ins Zündschloss steckte und umdrehte, passierte was passieren musste, wenn die Beine nicht lang genug sind um die Kupplung zu treten. Das Auto machte einen „Satz“ nach vorn und rammte zwei abgestellte Motorräder, die gegen einen Auto fielen. Alarmierte Polizisten fanden den Jungen weinend in seinem Zimmer. Er hatte sich unter seiner Bettdecke mit Motiven aus der Kinderserie „Cars“ versteckt.
Sein Vater hat eine Erklärung für den Fahrversuch. Er sei selbst leidenschaftlicher Autofahrer und begeisterter Motorradfans. Das liege wohl auch bei seinem Sohn in den Genen. Im Polizeibericht ist vermerkt, dass Sohnemann mit Taschengeldentzug bis ins Jahr 2026, Fernsehverbot für mindestens ein Formel 1-Rennen und den Rückbau des frisierten Bobby-Cars rechnen muss. Mit den Nachbarn wird sich sein Vater auseinandersetzen. Denen gehören die leicht demolierten Motorräder und das Auto. dl