Nun können die Architekten also loslegen. Im Harburger Stadtplanungsausschuss gab es tatsächlich eine Mehrheit für einen neuen 65 Meter hohen Büroturm an der Ecke Hannoversche Straße/Buxtehuder Straße. Die Düsseldorfer Habacker Holding hatte das Areal, auf dem auch die Maschinenfabrik Harburg-Freudenberger ihr Domizil hat, aufgekauft und will jetzt den großen Wurf starten – mit Unterstützung von Harburg Chef-Stadtplaner Carl Henning von Ladiges. Er hatte Michael Habacker, geschäftsführender Gesellschafter der Holding geradezu aufgefordert, ordentlich in die Höhe zu gehen. Habacker nahm dankend an, und will jetzt statt zehn bis zu 16 Stockwerke bauen.

SPD und FDP teilen die Ansage des Stadtplaners, dass ein Gebäude an der „Eingangssituation zur Harburger Innenstadt“ markant sein muss, und das erreicht man am besten nun einmal mit einer hochwertigen Architektur und eben mit Höhe.

CDU, die Grünen und auch die Linke wollen sich mit Habackers Plänen noch nicht so recht anfreunden. Sie vermissen vor allem ein Konzept für den gesamten Bereich. CDU-Fraktionschef Ralf-Dieter Fischer: „Wer sagt uns denn, dass demnächst ein weiterer Investor um die Ecke kommt und auch 16 Stockwerke hoch bauen will.“