Die Technische Universität hat ein neues Gerät, mit dem mechanische Tests an größeren Bauteilen aus Faserverbundwerkstoffen unter komplexen realitätsnahen Bedingungen vorgenommen werden können. Das soll Flugzeuge, Windkraftanlagen und Autos effizienter machen.

Die Anlage, die rund 3,5 Millionen Euro kostete, ist weltweit einzigartig. Aufgrund der hohen dynamischen Belastungen wurde für den einzigartigen Hexapod-Prüfstand ein 350 Tonnen schweres Spezialfundament gebaut, das die im laufenden Betrieb entstehenden gigantischen dynamischen Kräfte von bis zu 50 Tonnen sicher aufnimmt.

Die Belastungen des mit seinem Spezialfundament sechseinhalb Meter hohen und fast ebenso breiten Hexapoden auf die zu prüfenden Bauteile reichen bis zum sechsfachen der Erdbeschleunigung (6g), ein Druck wie er beispielsweise auf Piloten von Düsenjets wirkt. Oder auf den Fahrer eines Autos, wenn er mit 100 Stundenkilometer durch eine Parkhausspirale führe. Nur die Hälfte der Belastung dieser Beschleunigung, entsteht beim Start eines Space Shuttles. zv