Heimfeld - 6,8 Millionen Euro hat Hamburg für die neue psychiatrische Tagesklinik und mehrere Akutstationen der Psychiatrie im Krankenhaus Harburg dazugegeben. Jetzt wurde das Gebäude fertiggestellt.

Im Erdgeschoss des Neubaus entsteht ein ambulantes tagesklinisches Zentrum, das aus Gruppentherapieräumen, Aufenthaltsräumen und Gesprächszimmern besteht. Hier ist ein ambulantes Angebot am Wochenende geplant, so dass ambulante und teilstationäre Patienten erstmals an sieben Tagen in der Woche von zu Hause aus im Zentrum für seelische Gesundheit der Asklepios Klinik Harburg ein therapeutisches Angebot haben.

In den ersten und zweiten Stock des neuen Gebäudes ziehen die Akutstationen, die bei erheblicher Selbst- oder Fremdgefährdung bisher geschlossen geführt werden mussten. „Neu ist hier, dass diese Akutstationen durch die baulichen Gegebenheiten möglichst offen geführt werden können, ohne dass die Sicherheitsansprüche der Patienten beeinträchtigt werden“, sagt Chefarzt Dr. Unger. „Gerade die Kombination von stationärer Krisenbehandlung und tagesklinischem Zentrum soll ermöglichen, vollstationäre Maßnahmen möglichst kurzzeitig durchzuführen, ohne insgesamt die therapeutische Behandlungskontinuität zu gefährden.“

Nachdem in den Neubau jetzt die beiden Akutstationen und die Akuttagesklinik untergebracht sind, ziehen in die freiwerdenden Räume in dem bisherigen, 1996 eröffneten psychiatrischen Gebäude die bereits bestehende Station für Patienten mit Borderline- und Traumafolge-Erkrankungen sowie die Station für Abhängigkeitskranke. dl