Nynas, ein Hersteller von Spezialölen, will in den kommenden zweinhalb Jahren die Shell-Raffinierie in zwei Stufen für 25 Jahre pachten und in eine eigenständige Raffinerie umbauen, die sich auf die Produktpalette des schwedischen Unternehmens einstellt. Von den aktuell rund 530 Beschäftigten sollen 220 übernommen werden.

Das Terminal der Shell bietet weiteren 40 Angestellten Beschäftigung. Wer einen befristeten Vertrag hat, bekommt ihn nicht verlängert. Der Rest der Belegschaft soll in den Vorruhestand gehen oder an anderen Shell-Standorten weiter arbeiten. Für etwa 30 Mitarbeiter gibt es keine konkreten Lösungen. Das Vorhaben muss noch von der EU genehmigt werden.

In der ersten Phase soll der Raffinerie-Teil auf der Harburger Seite übernommen werden. In der zweiten Phase ist die Übernahme der Raffinerieteile auf der Hohen Schaar geplant. Dort soll auch eine Wasserstoff-Produktionsanlage entstehen, die nicht selbst von dem Unternehmen, sondern einem Drittanbieter betrieben wird. Nynas, das einen Jahresumsatz von rund zwei Milliarden Euro erreicht, will durch den neuen Standort seine Kapazität umd rund 30 Prozent steigern. dl