Der Streik beim metronom und den damit verbundenen Ausfällen im Eisenbahnverkehr hat in den letzten Monaten immer wieder die Pendler genervt. Das ist jetzt vorbei. Die Eisenbahngesellschaft und die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) haben sich geeinigt.

Der frühere Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Professor Georg Milbradt, hat heute eine Schlichtungsempfehlung abgegeben, die zum Durchbruch im Tarifstreit führte. Die Mitarbeiter profitieren laut metronom von höheren Entgelten, hohen Qualifikationsstandards und mehr Sicherheit im Falle eines Betreiberwechsels. „Beide Tarifparteien haben Federn lassen müssen, dennoch haben wir unser Kernziel erreicht und den Bundesrahmen-Tarifvertrag für Lokführer nicht unterschrieben, sondern einen Haustarifvertrag abgeschlossen“, sagte metronom Geschäftsführer Wolfgang Birlin. Davon profitieren die über 360 Mitarbeiter im Unternehmen.

Die wesentlichen Punkte:

Der Haustarifvertrag sieht eine Einmalzahlung von 800 Euro pro Mitarbeiter vor.
Die Tabellenentgelte und Zulagen werden ab dem 1. November 2011 um zwei Prozent und ab dem 1. januar 2013 um weitere zwei Prozent erhöht.
Die Zulagen für Sonn- und Feiertagsarbeit sowie die Nachtzuschläge werden deutlich angehoben.
Mitarbeiter mit viel Berufserfahrung werden durch den Tarifvertrag zusätzlich profitieren. Zum einen wird die Berufserfahrung außerhalb der metronom Eisenbahngesellschaft mbH bis zu sechs Jahren angerechnet. Zum anderen wird eine weitere Erfahrungsstufe ab 12 Jahren Betriebszugehörigkeit eingeführt.
Auch aufgenommen wurden Regelungen für den Umgang mit Fahrpersonal nach traumatisierenden Ereignissen und bei Fahrdienstuntauglichkeit von Lokführern.
Der Ausschluss von Hauptschulabgängern vom Beruf Lokführer konnte verhindert werden. dl