Weit angereister Besuch in Hamburgs größtem privat geführten Technologiezentrum am Tempowerkring. Ein Delegation von hochrangigen Wissenschaftlern der Universität Kasan erkundigte sich im hit-Technopark nach dem Geheimnis dieses einmaligen Standorts von Technik und Business.

Die Professoren, Dozenten und Hochschullehrer hatten einen weiten Weg hinter sich. Ihre Universität liegt in Kasan an der Wolga, fast 700 Kilometer hinter Moskau, der Hauptstadt der russischen Teilrepublik Tatarstan. In der 1,1-Millionen-Einwohner-Metropole dreht sich fast alles um Maschinenbau und Öl, und so ist die Staatliche Technische Universität auch auf die Fachbereiche Erdöl, Petrochemie und Nanotechnologie spezialisiert.

Da es jedoch keine privatwirtschaftlich geführten Technologiezentren gibt, man aber in Kasan solche Institutionen aufbauen möchte, schickte Kasan 22 seiner fähigsten Wissenschaftler nach Harburg in den hit-Technopark, um sich die Strukturen und das Netzwerkprinzip einmal aus der Nähe anzusehen. In jedem Jahr hat das Hamburger Vorzeigemodell, das engen Kontakt zur Technischen Hochschule Harburg pflegt, im ehemaligen Tempowerk internationale Besucher zu Gast, zuletzt aus China, die sich für den Technologiestandort mit rund 100 kleinen und mittelständischen Firmen interessieren.

hit-Technopark-Geschäftsführer Christoph Birkel erläuterte den russischen Wissenschaftlern das Konzept, das darauf ausgelegt sei, dass sich Technologie-afinen Unternehmen in einer parkartigen Umgebung frei und dennoch optimal gefördert entwickeln könnten. „Wir sind nicht Vermieter, sondern Partner unserer Mieter“, so sein Credo, „wir sorgen dafür, dass sich die Unternehmen bei uns wohl fühlen.“ Derzeit sind 98 Prozent der 25.000 Quadratmeter Büroflächen vermietet, eine wohl einmalige Auslastung in Hamburg.

Die Delegation aus Kasan zeigte sich beeindruckt. Man wolle in Zukunft zusammenarbeiten, hieß es, denn Harburg sei ein Vorbild für die Welt. Und dann fuhren sie weiter zum Institut für Geotechnik der TU – auch in Harburg. dl