Waltershof – Mit einem gewollten Unfall wurden Montagmorgen auf der A7 drei Männer gestoppt, die sich nach einem Einbruch in Finkenwerder eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei geliefert hatten. Das Trio war an der Straße Butenwarf in die „Holstenstube“ eingestiegen. Die Täter knackten Geldspielautomaten. Der Inhaber bemerkte die Tat und sah die Täter noch in einem BMW wegrasen. Der Wagen wurde von alarmierten Polizisten auf der Finkenwerder Straße entdeckt. „Der BMW-Fahrer erhöhte sofort deutlich die Geschwindigkeit, als er den Funkstreifenwagen bemerkte und ignorierte Anhaltesignale“, sagt Hauptkommissarin Christiane Leven. Die Fahrt ging auf die A7 wo der BMW in Waltershof entgegen der Fahrtrichtung auffuhr. Dann versuchte der Geisterfahrer ein Wendemanöver und zwang einen Lastwagenfahrer zur Vollbremsung. „Um eine weitere Gefährdung unbeteiligter Autofahrer auszuschließen, fuhr der Fahrer des Funkstreifenwagens gegen den rechten Kotflügel des BMW. Das Fahrzeug wurde dann durch den Funkstreifenwagen gegen eine Mauer gedrückt“, so Leven. Der Fahrer flüchtete. Als er die Tasche griff und es aussah, als wolle er eine Waffe ziehen, gab ein Polizist einen Warnschuss ab. Der Mann, ein 34 Jahre alter Albaner, wurde festgenommen. Im Fahrzeug klickten für einen Komplizen, einen 35 Jahre alten Mazedonier, die Handschellen. Der dritte Täter entkam. Gegen die Festgenommen wurden Haftbefehle beantragt. Leven: „Derzeit prüfen die Kriminalbeamten, ob die Festgenommenen für mehrere ähnliche Delikte als Tatverdächtige in Frage kommen.“