Zwei Mitarbeiterinnen des Rettungsdienstes in Riga sind zurzeit zu Besuch beim Roten Kreuz in Harburg. Sie informieren sich über Ausbildung und Abläufe im Rettungswesen des Roten Kreuzes.
Sarmite Villere (49), stellvertretende Ausbildungsleiterin und Astra Bukulite (46), Leiterin der Leitstelle des Rettungsdienstes in Riga, wollen Anregungen für eine mögliche Umstrukturierung des Rettungsdienstes in Lettland bekommen, denn dieser ist zu teuer und kann auf Dauer nicht mehr finanziert werden. Denn bei jeder Gelegenheit wird der Rettungsdienst gerufen um die bei einem normalen Arztbesuch anfallenden Kosten zu umgehen. Denn auf den Fahrzeugen sitzen ausgebildete Ärzte, deren Dienste bei einem Notruf kostenlos in Anspruch genommen werden können. Diese Art der medizinischen Versorgung ist zwar für die Bevölkerung angenehm und günstig, auf Dauer aber fließt ein Großteil der Einnahmen durch die Krankenversicherung in das Rettungswesen und diese Gelder fehlen an anderer Stelle. (dl)