Statt einer im Bebauungsplan vorgesehenen Parkanlage bei der Beendigung einer landwirtschaftlichen Nutzung soll das Weideland zwischen Babenbrook, Hogenbrook und Langengrund "Hamburgs größter Gemüsegarten" werden.

Der Eigentümer hat das Gelände an die Firma "Erntezeit" verpachtet, die dort Parzellen anlegen will, auf denen Gemüse angebaut wird. Die Firma hat schon vergleichbare Standorte, an denen Privatleute Parzellen mieten können. Einer der Kunden ist Star-Koch Tim Mälzer.

Die CDU hat der Plan aufgeschreckt. Treeske Fischer will jetzt im Rahmen einer Kleinen Anfrage Genaueres erfahren. Ihr und auch einer Anwohnerinitiative schwant Übles. Im Prinzip ist so ein Projekt "begrüßenswert", aber eben nicht da.

Die Anfrage im Wortlaut:

1.    Sind die Pläne der Verwaltung bekannt?
2.    Sind sie im Einzelnen abgestimmt?
3.    Sind für die Pläne Genehmigungen erforderlich, beantragt und erteilt?
4.    Steht aus Sicht des Bezirksamtes die Schaffung eines Selbsterntegemüsegar-tens mit mindestens 60 Parzellen im Einklang mit den Planungsabsichten im Bebauungsplan NF53 zum Erhalt des Fischbektales und der landschaftsgerechten Bepflanzung?
5.    Stellen Anpflanzungen von vielfältigen Gemüsesorten im Fischbektal eine land-schaftsgerechte Bepflanzung dar?
6.    Teilt die Verwaltung im Hinblick auf Äußerungen des Verpächters der Fläche, wonach die Nutzer seinen Hof tunlichst meiden sollen, die Befürchtungen der Anwohnerinitiative, dass es zu erheblichen Beeinträchtigungen im reinen Wohngebiet durch zusätzlichen Autoverkehr, Lärm, Verschmutzung wegen feh-lender Toiletten und Entsorgung von Gartenabfällen kommen kann?
7.    Wie kann und soll dem gegebenenfalls begegnet werden?
8.    Ist es zulässig, wie angekündigt, auf dem Gelände Boxen zur Unterbringung der erforderlichen Geräte zu errichten?
9.    Ist auf dem Gelände die angekündigte Schaffung von Sitzmöglichkeiten für Erwachsene und Spielmöglichkeiten für Kinder zulässig?
10.    Ist insbesondere die für die Zeit vor den Sommerferien angekündigte Veranstaltung eines Midsommerfestes mit Grillen und Zelten bei Mondschein und Lagerfeuer zulässig?
11.    Wie schätzt die Verwaltung die erforderliche verkehrsmäßige Erschließung ein?
12.    Wie kann die Verwaltung eine Beeinträchtigung durch Verschmutzung des unmittelbar angrenzenden Naturschutzgebietes Fischbeker Heide verhindern?
13.    Sieht die Verwaltung Probleme im Hinblick auf den bevorstehenden Ausbau des Straßenstückes Langengrund/Babenbrook?
14.    Teilt die Verwaltung die Auffassung, dass ein solches Projekt, welches durch-aus bei ausreichenden Flächen und geeigneter Infrastruktur begrüßenswert wäre, an dieser sensiblen Stelle im Übergang zum Naturschutzgebiet den Grundzügen der Planung für das Fischbektal widerspricht?