Harburg - Fahnder haben drei Bulgaren festgenommen, die Medikamente im Wert von gut 85.000 Euro berkaufen wollten. Neben dem vermutlichen Diebstahl liegt auch ein Verstoß gegen das Arzneimttelgesetz vor. Die für solche Delikte zuständige Wasserschutzpolizei ermittelt.

Es war das Krebsmittel Herceptin, das speziell zur Behandlung von Brustkrebs eingesetzt wird, und das Thrombosemittel Eliquis, das von den Tätern angeboten wurde. Die Polizei griff zu, als die vermutlich gestohlenen Arzneimittel im Phoenix-Center übergeben werden sollten. Dort hatten die Täter ein Treffen mit dem vermeintlichen Interessenten vereibart. Die Polizei hatte davon "Wind" bekommen. Als die Medikamenten den Besitzer wechseln sollten, griffen die Beamten zu. Widerstandlos ließen sich die drei Männer festnehmen. Die angebotenen Medikamente konnten sichergestellt werden. Ob die Arzneimittel überhaupt nutzbar waren, ist unklar. Herceptin muss kühl gelagert werden.

Woher die Medikamente stammen, stand zunächst nicht fest. Ermittlungen laufen. Die Anbieter selbst machten unglaubwürdige Angaben zur Herkunft der Arzneimittel. Die drei Männer, die im Bereich Lüneburg wohnen, mussten später mangels Haftgründe wieder auf freien Fuß gesetzt werden. zv