Harburg – Zwei „dicke Fische“ der Einbrecherszene sind der Polizei in Harburg ins Netz gegangen. Beamte nahmen an der Neuen Straße zwei 43 und 32 Jahre alte Frauen fest. Beide versuchten in die Wohnung eines 54-Jährigen einzubrechen. Der bemerkte die Tat, sah durch den Türspion die Täterinnen und alarmierte die Polizei. Das Duo wurde noch im Treppenhaus gestellt. Gegenüber den Beamten versuchten sich die Frauen rauszureden. Sie hätten jemanden im Haus gesucht. Die Beamten stellten bei den Frauen große Schraubendreher, typisches Einbrecherwerkzeug, sicher. Außerdem hatte sie eine größere Menge Bargeld, Handschuhe und eine Scheckkarte dabei, die ebenfalls als Einbruchswerkzeug bei nur „zugeschnappten“ Türen dient,

Die Überprüfung ergab, dass die Frauen aus dem Landfahrermilieu bereits hinreichend einschlägig bekannt sind. Die 43-Jährige, die einen italienischen Pass besitzt, war bundesweit als Einbrecherin unterwegs. Dabei hatte sie 17 verschiedene Personalien und unterschiedliche Nationalitäten bei Überprüfungen angegeben. Ihre Komplizin hat einen französischen Pass. Sie ist der Polizei unter drei verschiedenen Nationalitäten bekannt. Bemerkenswert: Die 43-Jährige wurde erstmalig 1987 in Deutschland bei der Polizei auffällig. Seitdem konnte sie offenbar kontinuierlich ihrer „Verbrecherkarriere“ nachgehen. Unterwegs waren die Frauen mit einem Mietwagen. Auch das, so Ermittler der Kripo, sei typisch für professionelle Einbrecher.

Die Soko "Castle", spezilisiert auf Ermittlungen gegen professionelle reisende Einbrecher, ermittelt. Es wird auch geprüft, ob die Frauen für weitere Taten verantwortlich sein könnten. Beide wurden dem Haftrichter vorgeführt. zv

Veröffentlicht 24. März 2016