Harburg - "Frau tot gemacht". Mit diesen Worten stellte sich ein Afghane Anfang September der Polizei. Er hatte, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft, in einer Wohnung an der Eddelbüttelstraße seine Frau heißes Öl über den Körper geschüttet. Ihr Haut ist zu 44 Prozent verbrannt. Mehrere Tage schwebte die 48-Jährige in Lebensgefahr. Jetzt wird dem Mann der Prozess gemacht. Der Vorwurf: Versuchter Mord. Der 49-Jährige, der seit 20 Jahren in Deutschland lebt, weist das am ersten Verhandlungstag vor dem Landgericht Hamburg von sich. Er habe seine Frau unansehnlich machen, aber nicht töten wollen. Der Grund: Er glaubte, sie etwas mit einem anderen Mann. Als Indizien dafür habe er die Versuche der Gewichtsabnahme der Frau und ihren neuen Kleidungsstil gesehen. Deswegen hatte er Angst vor Schande.. Der Prozess wird fortgeführt. zv

Veröffentlicht 1. März 2016