Neuwiedenthal - Fast vier Monate waren ein 13 Jahre alte Junge aus Neuwiedenthal und eine 15-Jährige aus Hausbruch vermisst. Jetzt sind sie wieder da. Am Freitag kehrten sie zu ihrern Eltern zurück. Ihre Geschichte: Sie hatten sich als Flüchtlinge Flüchtlingen ausgegeben und waren nach Schweden gereist.

Mitte Oktober waren der Junge und das Mädchen verschwunden. Die Polizei hatte noch ermittelt, dass sie über den Hauptbahnhof bis nach Flensburg gekommen waren. Mit dem Grenzübertritt nach Dänemark verlor sich ihre Spur. Jetzt ist klar: Beide hatten sich Flüchtlingen angeschlossen und sich selbst ebenfalls als Flüchtlinge ausgegeben. So gelangten sie bis nach Schweden, wo sie in einer Wohnunterkunft lebten. Das sie wenig Geld hatten, hinderte sie an der Reise ebensowenig wie die fehlenden Papiere. Erst nach Monaten flog der Schwindel auf. Schweden wird als Land hervorgehoben, in dem minderjährige Flüchtlinge besonders intensiv vetreut werden. Wie der Junge und das Mädchen, die beide Migrationshintergrund haben, die dortigen Behörden so lange an der Nase herumführen konnten, ist nicht bekannt. zv