Neugraben - Schwerer Schlag für die Volleyballerinnen vom VT Aurubis. Gleich im ersten Satz beim Spiel in Dresdner SC verletzte sich Mannschaftsführerin Karine Muijlwijk. Wie schwer die Verletzung ist, müssen Untersuchungen zeigen. Im Anschluss verloren die Neugrabenerinnen 1:3 (18:25, 23:25, 25:18 und 10:25) vor 2.920 Zuschauern beim amtierenden Meister.

Im ersten Satz sah es zunächst nach einer ausgeglichenen Partie mit leichten Vorteilen für die Gastgeberinnen aus. Beim Stand von 10:8 kam es dann zur unglücklichen Verletzung von Karine Muijlwijk. Alle Spielerinnen wussten sofort, dass sie nun ohne ihre Mannschaftsführerin das Spiel würden zu Ende bringen müssen. Zunächst konnten die Neugrabenerinnen, bei denen Saskia Radzuweit als Ersatz aufs Feld kam, das Spiel bis zur zweiten Technischen Auszeit ausgeglichen gestalten und der Rückstand betrug lediglich drei Zähler. Vermutlich wurde den Spielerinnen von Trainer Dirk Sauermann in dieser Pause erst die Tragweite der Verletzung bewusst. In der Folge kamen die Rubies nur auf 5:9 Punkte und mussten nach 26 Minuten den ersten Satz mit 18:25 abgeben. Im zweiten Satz kämpften die Rubies für ihren verletzten Kapitän! Bei der ersten Technischen Auszeit lagen sie mit nur zwei Zählern zurück, gerieten in der Folge aber vermehrt unter Druck und lagen zur zweiten Technischen Auszeit gar mit sechs Zählern hinten. Wie so oft in dieser Saison gab das Team aber nie auf und arbeitete sich an den Meister heran, der mit viel Mühe nach 30 Spielminuten den zweiten Durchgang mit 25:23 gewinnen konnten. Die Neugrabenerinnen begannen im dritten Satz zwar erneut mit einem Rückstand, hatten diesen aber bereits zur ersten Technischen Auszeit in eine 8:7-Führung umgewandelt. Das Team begann nun sogar den Spielverlauf zu dominieren und die Dresdnerinnen entscheidend unter Druck zu setzen. Über 16:12 und 20:16 sicherte sich VT Aurubis Hamburg nach 26 Spielminuten den dritten Satz verdient mit 25:19. Der vierte Satz, der nach 20 Spielminuten mit 25:10 an den Dresdner SC ging, war früh entschieden, weil die Gastgeberinnen nun ihre körperliche Überlegenheit ausspielen konnten.

„Das was wir bestimmen konnten, haben wir heute gut gemacht, sind aber da an Grenzen gestoßen, wo Dresden seine körperliche Überlegenheit ausnutzen konnte", sagt der Trainer. "Unsere Mannschaft hat die Verletzung einer Leistungsträgerin gut kompensiert. Mit der Reaktion des Teams bin ich durchaus zu frieden. Nun muss das Team in den kommenden Spielen noch enger zusammenrücken und über den Kampf mindestens die Heimspiele gewinnen. Dazu werden wir zahlreiche und lautstarke Unterstützung unserer Zuschauer benötigen.“ dl

Veröffentlicht 4. Februar 2016