Wilhelmsburg - Im letzten Spiel des Jahres hat das Basketballteam Towers am Sonnabend mit 70:63 gegen die Gladiators aus Trier gewonnen. Vor 2.900 Zuschauern in der Inselpark-Arena war erneut Bazoumana Koné Topscorer und führte seine Mannschaft mit 21 Punkten zum Sieg. Damit liegen die Towers zum Jahreswechsel mit neun Siegen und sechs Niederlagen auf dem fünften Platz der ProA.
 
Standing Ovations gab es schon zu Beginn des Spiels. Die Zuschauer hatten sich voller Vorfreude erhoben, um den ersten Korb der Towers zu feiern. Allerdings dauerte es mehr als zwei Minuten bis Bazou Koné die ersten Punkte für die Gastgeber erzielen konnte. Generell hatten die Hamburger im Auftaktviertel zunächst Probleme mit Trier. Insgesamt fünf Ballverluste unterbrachen immer wieder den Spielfluss der Türme. So stand es nach zehn Minuten 16:16-Unentschieden.
 
Zu Beginn des zweiten Viertels erreichten die Towers langsam ihre Betriebstemperatur. Ein Dunking von Koné beim Fastbreak und direkt folgend ein erfolgreicher Dreipunktewurf von Rob Ferguson brachten die Hamburger schnell mit 23:16 in Führung. Doch die Gladiators ließen sich nicht abschütteln. Wohl selten hat man Hamed Attarbashi so laut an der Seitenlinie erlebt, wie an diesemAbend. Immer wieder versuchte der Coach seine Mannschaft in der Verteidigung richtig zu positionieren oder den passenden Spielzug im Angriff anzusagen. Vor allem zwei erfolgreiche Dreier von Vincent Kittmann waren die Grundlage für die 36:29-Pausenführung.
 
Das dritte Viertel war geprägt von vielen Unterbrechungen und Freiwürfen. Bei den Towers musste Michael Wenzl früh mit vier Fouls aus dem Spiel genommen werden. In der Offensive gelang es den Hamburgern zudem viel zu selten, sich gute Würfe zu erspielen. Teilweise wurde zu schnell und hektisch abgeschlossen, phasenweise ließ die gute Defense der Gäste erst gar keinen Wurf innerhalb der 24 Sekunden Angriffszeit zu. Angetrieben vom lautstarken Gästeblock, brachte ein 12:4-Lauf Trier nach 30 Minuten auf 48:49 heran. Wie in fast jedem Heimspiel der Saison war für Spannung im Schlussviertel gesorgt.
 
Dem letzten Spielabschnitt des Jahres drückte dann der vielleicht beste Towersspieler der Hinrunde seinen Stempel auf. Bazou Koné bewies einmal mehr, dass er zu einem echten Führungsspieler herangewachsen ist. Freiwürfe, Assists, Offensivfouls ziehen und per beidhändigem Dunking den Ball im Korb versenken – der Aufbauspieler der Towers zeigte sein gesamtes Repertoire. Leider steckte Koné seine Mitspieler nur kurzzeitig an. Trier konnte immer wieder den Abstand verkürzen. Eine Minute vor Schluss stand es nur 64:63 für die Towers. Doch jetzt zeigte sich deren Nervenstärke. Jonathon Williams und Tony Canty erzielten die letzten Punkte für die Towers und Trier leistete sich zwei Turnover. Das ermöglichte am Ende einen hart erkämpften, aber verdienten 70:63-Sieg für die Hamburg Towers.
 
„Man merkt, dass sich immer noch kleine Fehler einschleichen. Dadurch lassen wir den Gegner im Spiel. Auf der anderen Seite haben wir am Ende den Sack zugemacht. Wir sind sehr froh, dass wir mit 9:6 in die Winterpause gehen. Das ist ein super Ergebnis. Grandios, nachdem wir mit 1:3 Siegen gestartet sind“, so Attarbashi nach dem Spiel.
 
Das nächste Heimspiel der Hamburg Towers ist bereits am 2. Januar 2016 um 19:30 Uhr gegen den Tabellenführer Science City Jena. dl

Veröffentlicht 20. Dezember 2015