zurückgelegt, entsprechend erschöpft und müde sahen sie aus.

Doch neben den üblichen Reisestrapazen gab es auch Grund zur Freude: Am Abend löste das Team von Chefcoach Helmut von Soosten mit einem 3:1-Erfolg (20:25, 25:20, 17:25, 21:25) im Rückspiel beim VfB 91 Suhl das Ticket für das Viertelfinale der Play-offs (Hinspiel 3:0).

Nachdem die Volleyball-Frauen im Finish der Normalrunde den sechsten Platz, der direkt für die Play-offs qualifiziert, noch verspielt hatten, stieg der Druck ins unermessliche. Zumal mit Suhl auch noch ein "Angstgegner" wartete.

Gegen die Mannschaft von Felix Kolowski hatte der VTA beide Spiele in der Normalrunde deutlich verloren. Verständlich, dass sich von Soosten am Morgen nach dem Auswärstssieg erleichtert zeigte: "Es ist bei uns allen ein großer Druck abgefallen. Wir standen regelrecht mit dem Rücken zur Wand und mussten gewinnen. Deshalb freut es mich, dass wir die Kurve im entscheidenden Moment gekriegt haben."

Laut dem Trainer haben die vergangegen Wochen auch bei den Volleyball-Frauen Spuren hinterlassen: "Sie waren enfach nur total glücklich, dass wir weiter gekommen sind. Man konnte die Erleichterung im Bus schon spüren."

Mit dem Doppelsieg gegen Suhl hat der VTA das nötige Entscheidungsspiel, dass am Mittwochabend in der CU-Arena stattgefunden hätte, vermieden. Dies könnte sich als entscheidender Vorteil im Viertelfinale-Hinspiel  erweisen, dass am kommenden Sonnabend bei den Roten Raben Vilsbiburg stattfindet. Von Soosten: "Wenn wir in das Entscheidungsspiel gemusst hätten, wäre die Regenerationszeit deutlich kürzer gewesen, insofern bin ich froh, dass wir mit dem zweiten Sieg alle Zweifel ausgeräumt haben."

Nun kann sich das Team um Mannschaftsführerin Imke Wedekind voll auf den "Viertelfinal-Kracher" gegen Vilsbiburg konzentrieren. "Am Montag werden wir im Kraftbereich arbeiten, ab Dienstag geht es dann mit Ball-Training los. Außerdem werden wir einige Videos anschauen, um Schwachstellen bei Vilsbiburg zu finden", blickt von Soosten vorraus.

Auch wenn die Roten Raben mit Platz zwei eine bärenstarke Normalrunde hinlegten und somit als klarer Favorit in die Partie gehen, glaubt der Coach fest an den Halbfinal-Einzug: "Wir haben in den letzten Wochen unser Spiel nochmal variiert und sind nun schwer ausrechenbar. Außerdem liegt uns Vilsbiburg aufgrund unseres Systems. Sollten wir unser Potential abrufen, dann werden wir das Halbfinale erreichen." (pw)