Heimfeld - Dramatische Rettungsaktion an der 2. Hafenstraße. Höhenretter der Feuerwehr mussten einen Arbeiter retten, der 20 Meter tief in ein Silo gefallen war.

Der Notruf ging um 9.48 Uhr bei der Feuerwehr ein. auf einem Firmengelände hatte es einen Arbeitsunfall gegeben. Ein 57-Jähriger war innerhalb eines Hochsilos abgestürzt.

Neben Höhenrettern, Notarzt und einem Zug der Feuerwehr, rückte auch der Feuerwehrkran an. "Die ersten eintreffenden Kräfte haben die Lage erkundet und festgestellt, dass das Silo leer war und der Abgestürzte nicht verschüttet war", sagt Feuerwehrsprecher Jan Ole Unger. Einsatzkräfte seilten sich zu dem Verunglückten ab. Er war ansprechbar, hatte aber offenbar mehrere Knochenbrüche erlitten. Unger: "Die Höhenretter bereiteten die Rettung mit Hilfe spezieller Seiltechnik und einer Schleifkorbtrage und Vakuummatratze  im Inneren vor, um den verletzten Mann an den Silorand zu befördern."

Höhenretter haben den Verletzten auf eine Trage gehievt und bereiten das Abseilen über mit Hilfe des Feuerwehrkrans vor. Foto: André Zand-Vakili

Anschließend wurde er auf eine Plattform außen am Silo gebracht. Von dort hievte der Kran den Verletzten in seiner Trage auf den Boden. Die ganze Zeit war ein Höhenretter bei dem Mann. Um 11.32 Uhr war die Aktion beendet. Unter Notarztbegleitung kam der Verletzte ins Krankenhaus Harburg. Ein zweiter Arbeiter kam ebenfalls ins Krankenhaus. Er hatte den Verletzten die ganze Zeit betreut und war völlig erschöpft gewesen.

Jetzt ermitteln Polizei und Amt für Arbeitsschutz, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Nach ersten Erkenntnissen der Beamten war der 57-Jährige im Rahmen von Reinigungsarbeiten eingesetzt gewesen. Dazu war ein Gitter in das Silo eingezogen worden. Das hatte sich aus ungeklärter Ursache gelöst und war mit dem Arbeiter in die Tiefe gestürzt. Reste von Kies am Siloboden sollen dabei den Sturz des Mannes noch abgefedert haben. zv