Promotion - Qualität mit Brief und Siegel: Das Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand hat sich einer Überprüfung des Bundesverbands Geriatrie gestellt – und die Zertifizierung „Qualitätssiegel Geriatrie“

mit Erfolg bestanden! Das Siegel bescheinigt eine altersmedizinische Versorgung auf hohem Qualitätsniveau und ist für Patienten wie Angehörige ein wichtiger, weil unabhängiger Wegweiser bei der Klinikwahl.

Wie sind die Abläufe in der Patientenversorgung geregelt? Wie funktioniert die Kommunikation zwischen den Berufsgruppen? Welche Hygienestandards gelten im Haus? Wie steht es um die Patientenzufriedenheit? Das sind nur einige der Fragen, denen sich Malika Damian, in Groß-Sand für das Qualitätsmanagement verantwortlich, und ihr Team täglich widmen. „Übergeordnetes Ziel des Qualitätsmanagements, kurz QM, ist eine Patientenversorgung auf möglichst hohem Niveau – und unter bestmöglichem Ausschluss aller Risiken für Patienten wie Mitarbeiter.“ Entsprechend groß und vielfältig der Aufgabenbereich: „Wir sind mit allen Berufsgruppen im Kontakt und nehmen die Abläufe im gesamten Krankenhaus unter die Lupe – um uns kontinuierlich verbessern zu können“, erklärt Malika Damian.

Wie gut das Qualitätsmanagementsystem funktioniert und ob es tatsächlich im Haus gelebt wird, hat jetzt die externe Zertifizierungsgesellschaft „MSzert“ stellvertretend für den Bundesverband Geriatrie überprüft. Im Fokus stand die Altersmedizin, ein großer Schwerpunkt der Wilhelmsburger Klinik. Zwei Tage war ein Auditorenteam vor Ort und hat sich insbesondere auf den fünf geriatrischen Stationen genau umgeschaut, Dokumentationen überprüft, die Ausstattung begutachtet und Mitarbeiter – teils nach dem Zufallsprinzip – zu ihren Arbeitsbereichen befragt.

Wie ist die Zusammenarbeit? In der Altersmedizin eine besonders wichtige Frage
Besonderes Augenmerk lag auf dem Miteinander der verschiedenen Berufsgruppen. Weiß eine Hand, was die andere tut? Kann jeder sein Fachwissen einbringen? Fließen alle Perspektiven – inklusive die Sicht der Angehörigen – in die Patientenbehandlung ein? Warum das so wichtig ist, weiß Chefarzt Dr. Georg Schiffner genau: „Die Behandlung älterer Patienten ist komplex und funktioniert nur im multiprofessionellen Team. Hier geht es nicht nur darum, eine akute Erkrankung zu behandeln. Unser Ziel ist auch, Pflegebedürftigkeit zu vermeiden oder zu reduzieren und hochbetagte Menschen wieder auf ein möglichst selbstständiges Leben vorzubereiten. Das können wir nur mit einer engen Zusammenarbeit von Ärzten, spezialisierten Pflegekräften, allen Therapiebereichen sowie Sozialdienst und Seelsorge erreichen.“

Genau das scheint in Groß-Sand gut zu funktionieren – so nicht nur die eigene Wahrnehmung, sondern auch die der Auditoren Angelika Morof und Manfred Schmidt (MSzert). Im Haus sei ein wertschätzendes Miteinander, flache Hierarchien und ein damit verbundenes positives Arbeitsklima zu spüren, hoben beide hervor. In diesem Zusammenhang ein weiterer Pluspunkt in der Bewertung: die individuelle Betrachtung jedes geriatrischen Patienten durch das multiprofessionelle Team. „Gemeinsam definieren wir die Therapieziele für jeden einzelnen und
legen dabei großen Wert auf die Einbeziehung von Angehörigen“, berichtet Dr. Schiffner, der die Groß-Sand Geriatrie schon seit ihrer Geburtsstunde kennt. 1994 als Bundesmodellprojekt gegründet, ist das Wilhelmsburger Geriatriezentrum heute mit mehr als 100 Betten und 20 Plätzen in der Tagesklinik eines der größten in Hamburg. Neben Akutgeriatrie und geriatrischer Frührehabilitation zählen die teilstationäre Tagesklinik, ein Palliativbereich sowie ein geschützter Bereich für Demenzpatienten zum Angebot.

Bestanden ohne Beanstandungen: „Erfolg war nur im Team möglich“
Kräftig durchatmen und sich über das Ergebnis freuen können sich jetzt nicht nur Chefärzte und das QM-Team. „Dieser Erfolg war nur im Team möglich – insbesondere die Pflegekräfte und Therapeuten auf den Stationen, ja teils auch Auszubildende, haben daran mitgewirkt, indem sie den Auditoren Rede und Antwort standen“, ist Malika Damian beeindruckt. Das bestätigen Dr. Schiffner und Chefarztkollege Dr. Andreas Wefel: „Wir danken allen Mitarbeitern, die durch ihr Engagement und ihr Expertenwissen zur erfolgreichen Zertifizierung Qualitätssiegel Geriatrie und zum positiven Feedback beigetragen haben“, schrieben beide gleich nach Bekanntgabe des Ergebnisses an alle Mitarbeiter des Hauses. „Bestanden ohne Beanstandungen – das ist eine tolle Bestätigung unserer gemeinsamen Arbeit.“